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Tags:Design, game, game, development, spiele, spieleentwicklung, games, 2d, 3d, artwork, concept, art, art, story, geschichte, geschichten, autor, autoren, produktion
Aufgaben eines Illustrators
Hallo!

In letzter Zeit ist es ziehmlich ruhig bei uns in der Gruppe geworden. Vielleicht sind einige in den Urlaub aufgebrochen oder vielleicht haben die anderen viel zu tun, man weiß ja nie. :)

Um einwenig Hölzchen ins Diskussionsfeuerchen zu werfen fange ich mit einem neuen Thema an, was bestimmt einige von uns interessieren würde:

Aufgaben eines Illustrators

Immer wieder stoße ich bei den Ausschreibungen bezüglich Illustratoren/Grafikern auf zwei Sachen. Es wird ein 2D/3D Illustrator mit den Kenntnissen im 2D/3D-Bereich (Charakter-Design/Animation) gesucht. Als 2D Illustrator habe ich keine Ausschreibungen bis jetzt gesehen. Auch auf den Entwicklerseiten werden immer 2D und 3D Illustratoren gesucht. Die Aufgaben wie Charakter Design, Concept Art, Matte Painting etc. ist für mich natürlich selbstverständlich.

Hier meine Fragen:

1. Was genau muss man als Illustrator können?
2. Muss man als Illustrator auch 3D können? (zB. 3D Charakter-Design)
3. Muss man auch die Animation können?
4. Gibt es auch noch die Entwickler, die 2D Illustratoren benötigen?
5. Lohnt es sich eine Ausbildung bei "Games Academy" in Berlin?

Ich freue mich über viele Antworten oder Tipps von euch.

Euer
Sergej
erstellt von :
Veröffentlicht:14.08.2010
14.08.2010 | 13:31 Uhr
Ich bin jetzt auch kein Experte in Illustration und Conceptart. Aber ich denke, dass hier wieder mal die eierlegende Wollmilchsau gesucht wird. Klassische Conceptarts sind nachwievor 2D Handzeichnungen.

Auf deren Basis dann die Animatoren und 3D Modeller die Bewegungen und Texturen entwickeln. Aber man möchte gerne sparen, und da wäre es optimal wenn man einen Job für Drei mit einer Person, die alles kann, besetzt. Ich kenne auch Illustratoren, die Animation können oder sich mit 3D Modelling beschäftigen, aber nach meinem Kenntnisstand spezialisieren sie sich dann auch auf einen Bereich.

Bei so komplexen Themen und Arbeitsgebieten hat halt auch Allroundwissen seine Grenzen, denn schließlich ist jedes Gebiet für sich zeit-und Arbeitsintensiv.
14.08.2010 | 16:13 Uhr
Ich geb Sara recht komma aber ...
Jede sogenannte 3D ist de facto in der Darstellung 2D, solange wir das mit den Hollogrammen nicht im Griff haben. Es wird immer nur eine Ansicht eines sog. 3D - Character in 2D auf dem Schirm abgebildet und als Illustrator kann ich selbstverständlich jede Figur oder jeden Gegenstand von allen Seiten in 2D abbilden. Daraus soll dann bitte ein anderer die Illusion eines 3D - Körpers programmieren.
Beides sind Full-Time-Jobs, m.E. nach.
Ergo kann ein Illustrator im Prinzip auch animieren. Meist spezialisierst du dich wohl aber, zumindest ist es unter den mir bekannten Zeichnern so. Wie Sara schon schrieb.
Das Firmen versuchen alles auf einmal zu bekommen, sei mal hingenommen, aber es ist dumm. Da wird am völlig falschen Ende gespart. Besser wäre, den verwaltungstechnischen Aufwand zu reduzieren und die eingesparte Kohle für die Kreativen auszugeben, denn die sind es, die mit ihrem Können und ihrer Phantasie das Produkt erstellen, das der Firma Umsatz und Gewinn bringt. Buchhalter sind nur die Mitesser, gelinde gesagt. Ohne die könnte man immernoch arbeiten. Ohne Kreative ...? Seh ich nicht :)
Klingt so vielleicht arrogant, aber es stinkt mir, wenn ein Buchhalter mehr verdient als einer, der wirklich Werte SCHAFFT ...
14.08.2010 | 23:45 Uhr
Vielen Dank für die Ergänzung, Ralph. Der Punkt war zwar irgendwo in meinem Hinterkopf, aber ich wusste nicht, ob ich da richtig gelegen hätte oder zu sehr theoretisiert. Aber eine Rundumansicht auf einem Charactersheet (Frontal, linke Seite, rechte Seite, hinten) is gewissermaßen eine 3-D Ansicht. Das etwas, was ein Zeichner mit Bleistift, Pinsel oder Graphictablet anlegt. Der 3-D Modeller setzt es im Programm um, versieht es mit Textur, Licht-Schatten und so weiter. Man muss sich ja nur die Anfänge von computeranimierten Filmen wie jüngst "Toy Story 3" anschauen. Da arbeiten Zeichner und 3-D-Modeller Hand in Hand. Aber es wäre mir nicht bekannt, dass sie in Personalunion arbeiten. Ebensowenig bei Firmen für Computerspiele.

Es ist bestimmt sinnvoll, wenn der Zeichner gewisse Grundkenntnisse in die Anforderungen von 3-D-Modellen und Animation hat, damit später der 3-D-Modeller nicht schreiend über völlig unbrauchbare Konzeptzeichnungen zusammenbricht. Aber zwei Jobs in einem Menschen?! Also wenn die Firmen möchten, dass ich Arbeit für Zwei mache und das auf Expertenniveau, dann möchte ich auch für Zwei bezahlt werden, denn das wäre ich mindestens wert! Hach ja.... Träume....*seufz*
Sergej Lange schrieb:
15.08.2010 | 10:39 Uhr
VIelen Dank für die Antworten. Ich habe mir schon genau so vorgestellt, dass das nur ein Wunschdenken der Firmen ist. Dann bin ich beruhigt. Ich verfüge zwar Grundkenntnisse in 3D, denoch lege ich viel mehr wert auf Qualität und nicht auf Quantität. Die Endprodukte sollen und auch müssen eine sehr gute Qualität haben und das ist nur möglich wenn die Profis, die in eigenen Bereichen wirklich Profis sind. Es ist zwar gut, wenn man alles machen kann, aber im Endeffekt ist das Endprodukt genau das Gegenteil davon, was man sich wünscht. Und wie Ralf schon gesagt hat, man spart an der falschen Stelle.

Ok die 2D Animation ist was anderes, da muss ein Illustrator auch dran, weil man auch grafische Elemente illustriert.
Zuletzt bearbeitet am 15.08.2010 10:45