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Ohne Werte, keine Gesellschaft. Designer tragen Verantwortung!
( Vorsorglicher Hinweis: Das Thema WERTarbeit ist sicherlich auch ein Politikum, begründet darin, dass Politik eben auch eine Form von Design ist. AUSDRÜCKLICH HAT DAS aber NICHTS MIT, wie auch immer gearteten, PARTEIPOLITISCHEN ZIELEN ZU TUN !)
( Vorsorglicher Hinweis: Das Thema WERTarbeit ist sicherlich auch ein Politikum, begründet darin, dass Politik eben auch eine Form von Design ist. AUSDRÜCKLICH HAT DAS aber NICHTS MIT, wie auch immer gearteten, PARTEIPOLITISCHEN ZIELEN ZU TUN !)
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| Gruppe besteht seit: | 29.04.2010 |
| Mitglieder: | 14 |
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| Beiträge: | 16 |
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Digitale Verunstaltung - einfach IN oder weil es keiner hinterfragt?
Makelose Cover-Schönheiten, das Streben nach Perfektion, weichgespülte - pardon - Fressen und pure Nichtigkeit... ich habe mich sattgegessen
Ich verabscheue nicht das Prinzip sondern die Methodik die verstärkt, zumindest mir, letzte Zeit auffällt. Egal ob Käse- oder Caviarblatt - überall das Gleiche. Ich frage mich immer ob es wirklich dieses sinnlose Streben nach etwas was nur in der Theorie und nur mit kleinen Ausnahmen "in real" existiert so die Konsumenten blended und die quasi umprogrammiert, dass das Mass zum Standard mutiert. Verschiebt sich dann nicht die Definition von Schönheit oder einfach schön oder ästhetisch proportional zu den Extrawünschen der Konsumenten bzw. der Industrie?
Ich bin verwirrt und noch immer enttäuscht (das wird sich sicher nicht mehr ändern) über das Vorgaukeln und Massenvernebelung - kurz "Heuchlertum". Ich habe gelernt vieles zu ignorieren und die "klassische", man kann auch sagen "native" Werte zu vertreten, zu verfolgen und zu schätzen. Ich bin der letzte Mensch der etwas gegen Progress haben würde, nur, die Frage ist - ist die Arbeit, die auf Banalitäten und sinnlosem, nichtssagendem Stoff, die auch auf so ziemlich selten werdender Authentizität bzw. Gespürr dafür basiert noch vertretbar und kann man darauf stolz sein, egal ob diese Arbeit durch unterstützende oder exekutive Rolle erschaffen wurde? Oder Not diktiert die Welt und das Leben so wie es ist formt sich einfach durch die Ignoranz und fremdangeeignete Persönlichkeit, die keine Stimme hat?
Ich verabscheue nicht das Prinzip sondern die Methodik die verstärkt, zumindest mir, letzte Zeit auffällt. Egal ob Käse- oder Caviarblatt - überall das Gleiche. Ich frage mich immer ob es wirklich dieses sinnlose Streben nach etwas was nur in der Theorie und nur mit kleinen Ausnahmen "in real" existiert so die Konsumenten blended und die quasi umprogrammiert, dass das Mass zum Standard mutiert. Verschiebt sich dann nicht die Definition von Schönheit oder einfach schön oder ästhetisch proportional zu den Extrawünschen der Konsumenten bzw. der Industrie?
Ich bin verwirrt und noch immer enttäuscht (das wird sich sicher nicht mehr ändern) über das Vorgaukeln und Massenvernebelung - kurz "Heuchlertum". Ich habe gelernt vieles zu ignorieren und die "klassische", man kann auch sagen "native" Werte zu vertreten, zu verfolgen und zu schätzen. Ich bin der letzte Mensch der etwas gegen Progress haben würde, nur, die Frage ist - ist die Arbeit, die auf Banalitäten und sinnlosem, nichtssagendem Stoff, die auch auf so ziemlich selten werdender Authentizität bzw. Gespürr dafür basiert noch vertretbar und kann man darauf stolz sein, egal ob diese Arbeit durch unterstützende oder exekutive Rolle erschaffen wurde? Oder Not diktiert die Welt und das Leben so wie es ist formt sich einfach durch die Ignoranz und fremdangeeignete Persönlichkeit, die keine Stimme hat?

Alexander Dort schrieb:
08.05.2010 | 12:55 Uhr
Hi Serge,
ich habe ehrlich gesagt noch nicht so ganz verstanden, ob ich jetzt antworten soll oder ob es sich bei Deinem Beitrag eher um einen Monolog handelte, der einfach mal an die Öffentlichkeit musste.
...äh ...und falls Du doch Antworten erwartest - auf welche Frage denn nun genau? :-)
Grüße
vom AL
ich habe ehrlich gesagt noch nicht so ganz verstanden, ob ich jetzt antworten soll oder ob es sich bei Deinem Beitrag eher um einen Monolog handelte, der einfach mal an die Öffentlichkeit musste.
...äh ...und falls Du doch Antworten erwartest - auf welche Frage denn nun genau? :-)
Grüße
vom AL

schrieb:
08.05.2010 | 13:30 Uhr
+++ Oh grimmiger Serge +++
Ich stimme dir durchaus in vielen Punkten zu, und auch ich stelle ab und an diese Methodiken in Frage. Aber wie du schon richtig erkannt hast, die Konsumenten werden geblendet und umprogrammiert. das ist eigentlich, wenn man es vereinfacht betrachtet, genau unser Job als Medienschmocks..., die manipulation. Nun kann ja argumentiert werden wir stünden auch in einer Verantwortung, sei sie nun gesellschaftlicher, politischer oder soziaer Natur. Nur wir sind schon zu bequem, meine ich. Wir sind faul, und fällt es leichter uns mit dem Mittelmaß zu arragieren...denn sonst müssten wir ja reflektierend konsumieren. Gut, zugegeben, hat sich auch schon ein bisschen was getan in deser Richtung. Zum Glück! Mich nervt das auch.., ich habe genauso die Schnauze voll davon! Ich sehe mich als Kommunikationsdesigner in der Verantwortung...als Schnittstelle zwischen Sender und Rezipienten. Es liegt an mir zu entscheiden. Leider denken aber die meisten Menschen nicht so. Oder eben einfach anders. Und die sind mehr als ich. Deshalb denke ich irgendwer hat ja mit einem neuen Bild begonnen, welches sehr erfolgreich war. Dieses Image wurde dann von den vielen Anderen kopiert- und das heißt nicht es ist im Fortschritt inbegriffen. Ich sehe nur Klone. Als solche sind sie nichts wert.., ist die Arbeit nichts wert. Aber es sollte hier getrennt werden. Zwischen der Sogkraft des Marktes und der möglichen freien Auseinandersetzung mit progressiven Ideen. Ersteres ist nur zum Geld verdienen wichtig. Zweiteres jedoch beinhaltet unsere Leidenschaft unsere Fähigkeiten und unsere Sichtweisen und das zählt einfach mehr. Zwei Dinge in der Welt würde ich sagen. Und der Markt ist Plastik. Und das scheiß Zeug hält ewig und ist im Allgemeinen auch fast nichts wert.
Cheers
Ich stimme dir durchaus in vielen Punkten zu, und auch ich stelle ab und an diese Methodiken in Frage. Aber wie du schon richtig erkannt hast, die Konsumenten werden geblendet und umprogrammiert. das ist eigentlich, wenn man es vereinfacht betrachtet, genau unser Job als Medienschmocks..., die manipulation. Nun kann ja argumentiert werden wir stünden auch in einer Verantwortung, sei sie nun gesellschaftlicher, politischer oder soziaer Natur. Nur wir sind schon zu bequem, meine ich. Wir sind faul, und fällt es leichter uns mit dem Mittelmaß zu arragieren...denn sonst müssten wir ja reflektierend konsumieren. Gut, zugegeben, hat sich auch schon ein bisschen was getan in deser Richtung. Zum Glück! Mich nervt das auch.., ich habe genauso die Schnauze voll davon! Ich sehe mich als Kommunikationsdesigner in der Verantwortung...als Schnittstelle zwischen Sender und Rezipienten. Es liegt an mir zu entscheiden. Leider denken aber die meisten Menschen nicht so. Oder eben einfach anders. Und die sind mehr als ich. Deshalb denke ich irgendwer hat ja mit einem neuen Bild begonnen, welches sehr erfolgreich war. Dieses Image wurde dann von den vielen Anderen kopiert- und das heißt nicht es ist im Fortschritt inbegriffen. Ich sehe nur Klone. Als solche sind sie nichts wert.., ist die Arbeit nichts wert. Aber es sollte hier getrennt werden. Zwischen der Sogkraft des Marktes und der möglichen freien Auseinandersetzung mit progressiven Ideen. Ersteres ist nur zum Geld verdienen wichtig. Zweiteres jedoch beinhaltet unsere Leidenschaft unsere Fähigkeiten und unsere Sichtweisen und das zählt einfach mehr. Zwei Dinge in der Welt würde ich sagen. Und der Markt ist Plastik. Und das scheiß Zeug hält ewig und ist im Allgemeinen auch fast nichts wert.
Cheers
Zuletzt bearbeitet am 08.05.2010 13:39

schrieb:
08.05.2010 | 13:46 Uhr
Das hier ....köntte Interessant sein...ich habe den Prof. Vodeb aus Lubljana auf einen Symposium in Mainz kennengelernt. Und er vertritt als Soziologe ziemlich genau die Richtung welche wir befürworten.
http://www.poper.si/
Oliver Vodeb ist Soziologe, Design-Theoretiker und Creative Director. Seine Promotion in Soziologie über die Möglichkeiten eines neuen Kommunikations-Konzepts hat er an der Universität in Ljubljana (Slowenien) abgeschlossen. Vodeb unterrichtet Medien- und Kommunikations-Theorie sowie -Praxis im Fachbereich Design der »Academy of Fine Arts« an der Uni von Ljubljana. 2006 gehörte er zu den Mitbegründern des »Poper Studio« für konzeptionelle, kreative und taktische Interaktionen. Vodeb arbeitet dort als Creative Director sowie im Bereich der Konzeption. Er versteht sich selbst auch als Aktivist und hat als solcher »Memefest« gegründet, ein internationales Festival radikaler Kommunikation. Das Projekt soll Studenten, Gestalter, Künstler und Aktivisten dazu ermutigen, ihre Talente zugunsten einer Gegenkulturgemeinschaft im Internet zur Verfügung zu stellen, damit sie nicht durch etablierte Kommunikation auf der Strecke bleiben.
http://www.poper.si/
Oliver Vodeb ist Soziologe, Design-Theoretiker und Creative Director. Seine Promotion in Soziologie über die Möglichkeiten eines neuen Kommunikations-Konzepts hat er an der Universität in Ljubljana (Slowenien) abgeschlossen. Vodeb unterrichtet Medien- und Kommunikations-Theorie sowie -Praxis im Fachbereich Design der »Academy of Fine Arts« an der Uni von Ljubljana. 2006 gehörte er zu den Mitbegründern des »Poper Studio« für konzeptionelle, kreative und taktische Interaktionen. Vodeb arbeitet dort als Creative Director sowie im Bereich der Konzeption. Er versteht sich selbst auch als Aktivist und hat als solcher »Memefest« gegründet, ein internationales Festival radikaler Kommunikation. Das Projekt soll Studenten, Gestalter, Künstler und Aktivisten dazu ermutigen, ihre Talente zugunsten einer Gegenkulturgemeinschaft im Internet zur Verfügung zu stellen, damit sie nicht durch etablierte Kommunikation auf der Strecke bleiben.

Alexander Dort schrieb:
08.05.2010 | 14:03 Uhr
@Serge
Vielleicht bin ich heute etwas begriffsstutzig aber ich habe noch immer nicht so ganz verstanden, warum Du nicht einfach anders arbeitest als der von Dir so verpönte Rest? Such Dir doch einfach Deine Nische durch deinen ganz persönlichen Stil, der halt nicht auf aalglatter Gestaltung und hochglanzpoliertem Polyethylen basiert. Kostet zu Anfang sicherlich etwas Mühe, diese Umstellung publik zu machen und sich einen adäquaten Kundenstamm damit aufzubauen, aber danach solltest Du doch dann ruhigen Gewissens Deiner Arbeit nachgehen können und auch Geld dafür verlangen, ohne das Gefühl haben zu müssen, dem Establishment mal wieder gedient zu haben und somit ein Teil davon zu sein - und schwups sind alle wieder glücklich! Oder?
Vielleicht bin ich heute etwas begriffsstutzig aber ich habe noch immer nicht so ganz verstanden, warum Du nicht einfach anders arbeitest als der von Dir so verpönte Rest? Such Dir doch einfach Deine Nische durch deinen ganz persönlichen Stil, der halt nicht auf aalglatter Gestaltung und hochglanzpoliertem Polyethylen basiert. Kostet zu Anfang sicherlich etwas Mühe, diese Umstellung publik zu machen und sich einen adäquaten Kundenstamm damit aufzubauen, aber danach solltest Du doch dann ruhigen Gewissens Deiner Arbeit nachgehen können und auch Geld dafür verlangen, ohne das Gefühl haben zu müssen, dem Establishment mal wieder gedient zu haben und somit ein Teil davon zu sein - und schwups sind alle wieder glücklich! Oder?

schrieb:
08.05.2010 | 14:23 Uhr
asynchronitaet, moment... ;)
@Johannes: war an AL gerichtet, habe oben korrigiert
Ja, grimmig, so ziemlich, zumindest wenn man es liest :lach:
Das was du dazu meinst klingt genau so wie ich es auch empfinde und durchlebe, nicht anders. Man muss sicher unterscheiden zwischen mainstream, das schon immer poppig war und ist, und dem alternativen. Ich bin fuer das 2e, klar. Es werden immer 2 parteien geben, die sich gegenseitig bekaempfen. Das prinzip des gleichgewichtes. Man sollte nur schauen und dafuer sorgen, dass es tatsaechlich auch im gleichgewicht bleibt. ich finde es immer schrecklich, wenn etwas abstraktes, absolut non konformes zum pop wird und durch duplikation einfach recycelt. das thema ist schon sehr politisch und spaltend. ich ertappe einige bekannte oder schuetzlinge dabei wie die eigene prizipien durch not (egal ob finanziell oder weil es an durchsetzungskraft mangelt) leichtsinnig uber bord geworfen werden, sprich professionelles heucheln. schade, man kann auf gewisse weise verstehen und mal da und dort auge zudruecken, aber dies sollte nicht alltaeglich passieren. ich sehe das positiv, ohne das schlechte erkennt man die gute dinge nicht, es soll so sein wie es ist nur bitte ausbalanciert.
@Johannes: war an AL gerichtet, habe oben korrigiert
Ja, grimmig, so ziemlich, zumindest wenn man es liest :lach:
Das was du dazu meinst klingt genau so wie ich es auch empfinde und durchlebe, nicht anders. Man muss sicher unterscheiden zwischen mainstream, das schon immer poppig war und ist, und dem alternativen. Ich bin fuer das 2e, klar. Es werden immer 2 parteien geben, die sich gegenseitig bekaempfen. Das prinzip des gleichgewichtes. Man sollte nur schauen und dafuer sorgen, dass es tatsaechlich auch im gleichgewicht bleibt. ich finde es immer schrecklich, wenn etwas abstraktes, absolut non konformes zum pop wird und durch duplikation einfach recycelt. das thema ist schon sehr politisch und spaltend. ich ertappe einige bekannte oder schuetzlinge dabei wie die eigene prizipien durch not (egal ob finanziell oder weil es an durchsetzungskraft mangelt) leichtsinnig uber bord geworfen werden, sprich professionelles heucheln. schade, man kann auf gewisse weise verstehen und mal da und dort auge zudruecken, aber dies sollte nicht alltaeglich passieren. ich sehe das positiv, ohne das schlechte erkennt man die gute dinge nicht, es soll so sein wie es ist nur bitte ausbalanciert.

schrieb:
08.05.2010 | 14:53 Uhr
@AL: que? entschuldige, mein coffeinspiegel ist gerade nicht hoch genug, bin ehrlich gesagt erst vor kurzem aufgestanden ;)
ich habe ja keine probleme mit der arbeit bzw. geld verdienen und schon gar nicht mit prioritätensetzung
so gesehen habe ich gar keine probleme, nur störfaktoren
ich habe ja keine probleme mit der arbeit bzw. geld verdienen und schon gar nicht mit prioritätensetzung
so gesehen habe ich gar keine probleme, nur störfaktoren





