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Google Street View: Plätze statt Menschen!

Laut eigenen Angaben bereitet Google Deutschland die Anwendung "Street View" keine schlaflosen Nächte. Man bewege sich in juristisch korrekten Bahnen, so der hauseigene Justiziar Arnd Haller. Das Add-On von Google Maps und Google Earth soll noch dieses Jahr in Deutschland herauskommen, Ende 2010 munkelt man.

In den vergangenen Monaten hat sich Google mit "Street View" nicht nur Freunde gemacht. So spricht Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) beispielsweise von millionenfachem Eingriff in die Privatsphäre und fordert die Bürger auf sich gegen die Aufnahme ihrer Häuser zu wehren. Bisher gab es, so bestätigt auch Haller, bereits mehrere Tausend Widersprüche. Verglichen mit der Gesamtzahl der bildlich erfassten Häuser aber eher eine kleine Protestwelle. Google Deutschland hat trotzdem reagiert und so kann sich jeder Bürger vor endgültiger Veröffentlichung über die Abbildung von Gebäuden, Gesichtern und Autokennzeichen beschweren. Ein weltweites Novum!

Aber: Wer einmal weg ist, kommt nie wieder. Folge: Hausbesitzer werden das Interesse ihres Objekts nicht gerade steigern. Bisher reichte weltweit den Menschen die Garantie, dass alles Personenbezogene völlig verpixelt wird - Deutschland nicht. Bevor ein Google-Auto durch die deutschen Straßen spaziert, informiert es jeden Anwohner, auch das ist einmalig.

Ebenfalls unbesorgt zeigt sich der Jurist und Rechtsprofessor Nikolaus Forgó, der im Auftrag von Google ein Forschungsprojekt leitete. Schließlich sei "Street View" eine Informations- und keine Personensuche. Google gehe es, so auch Produktmanager Raphael Leiteritz, nicht um Menschen, sondern um Orte! Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion Hans-Peter Uhl (CSU) hält strengere Auflagen für überflüssig, denn Häuser und Autos haben keine Persönlichkeitsrechte.

Wenn das neue 3D-Kartenmaterial erstmal in Deutschland läuft, so ist sich Leiteritz sicher, wächst auch die Akzeptanz und Freude an der neuen Anwendung. Der Preis? Seitens Google: Nichts (jedenfalls vorerst). Für jeden Einzelnen? Je nachdem, kommt ganz drauf an, wie viel man preisgeben will...
Autor :
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Veröffentlicht:01.03.2010 (2458 mal gelesen)
Tags:Privatsphäre, Google, Kritik, Online-Dienst
04.03.2010 | 12.38 Uhr
In Paris oder New York kann man es schon lange: virtuell durch die Straßen spazieren, die Stadt erkunden. Nur in deutschen Städten geht das noch nicht, und das ist wieder so typisch deutsch! Es gibt sicher eine Menge Bereiche, in denen mehr Datenschutz angesagt ist und wogegen man dringend protestieren sollte. Aber worüber regen sich alle auf? Über die Abbildung ihrer Häuser oder Autos!
Meines Wissens darf man aber von öffentlichem Gelände aus jedes Gebäude (und alles was auf der Straße unterwegs ist) fotografieren und veröffentlichen - und das ist auch gut so! Wenn man Hausbesitzern jetzt erlaubt, gegen dieses Recht zu klagen, dann ist es nicht mehr weit bis jedermann/frau für jedes Foto erstmal um Erlaubnis fragen muss. Fotografieren nur noch im eigenen Wohnzimmer oder in freier Natur, aber nicht in der Stadt, weil man da ja fremde Gebäude abfotografiert? Sorry, aber das geht zu weit!
In private Gärten oder Wohnzimmer hineinfotografieren: uneingeschränkt NEIN. An öffentlichen Orten die Fassaden von Gebäuden fotografieren: uneingeschränkt JA!
Wer das nicht will, der soll sein Haus nicht in die Stadt bauen, sondern irgendwo auf dem Land, wo er sich hinterm Jägerzaun mit hohen Hecken verbergen kann.

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