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Italien: Haft für Google-Manager

In Italien wurden drei hochrangige Google-Manager wegen eines Gewaltvideos, welches auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht war, zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Richter Oscar Magis Entscheidung wird hart diskutiert, denn die Auswirkungen auf das Internet wären gewaltig. Nach Magi ist Google für seine Angebote verantwortlich.

Auf Googles Videoportal war zu sehen, wie Jugendliche auf ihrem Schulhof in Turin einen Jungen mit Trisomie 21 (umgangssprachlich Down Syndrom) schwer misshandelt hatten. Das Video war zwei Monate eines der meist gesehenden Filme, wurde dann von der Organisation Vivi Down ausfindig gemacht und zu Anzeige gebracht. Nach Hinweis der Polizei löschte Google den Film erst nach 2 Stunden, half aber der Polizei beim Finden der Täter.

In Italien haften Angestellte für die Handlung von Unternehmen. In Deutschland hatte Google-Tochter YouTube ebenfalls Ärger wegen veröffentlichter Neonazi-Videos. Nach bisheriger Praxis prüft und löscht Google Inhalte erst nachdem sie von Usern angezeigt wurden. Bis dahin kann alles hochgeladen und veröffentlicht werden. Das rief schon oft laute Kritik hervor. Laut Magi müsse Google vorab prüfen, welche Rechte durch die Inhalte gebrochen werden könnten und muss abgebildete Personen um Erlaubnis fragen. Das wäre natürlich ein Aufwand, der kaum zu lösen ist. Es werden beispielsweise pro Minute 20 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen. Wenn die Betreiber sozialer Netzwerke und Dienste auf diese Weise haftbar gemacht werden, würde sich das Internet radikal änden und so wie wir es heute kennen nicht mehr existieren, so im Google-Blog veröffentlicht.

Für Google auch nicht nachvollziehbar, dass die Manager verurteilt wurden, obwohl sie weder den Fim gedreht, noch an der Handlung oder am Löschen beteiligt waren. Google wird in Berufung gehen. Das Verfahren kann sich damit noch Jahre hinziehen. Ob es sich um Zensur oder um das Schaffen einer gesunden Balance zum Schutz der Menschenrechte (Argumentation des Staatsanwalts) handelt, liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters. Wie die Gerichte urteilen werden, wird sich noch herausstellen. Was meint ihr zu dieser Problematik? Könnt ihr euch das Internet ohne YouTube und Co vorstellen?
Autor :
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Veröffentlicht:01.03.2010 (1723 mal gelesen)
Tags:Internet, Google, Kritik, Online-Dienst
01.03.2010 | 17.48 Uhr
Man sollte auch Autos verbieten denn damit kann man leute absichtlich überfahren oder in Einkaufsläden parken voller Plastiksprengstoff oder Unfälle bauen oder sogar Flugzeuge auf der Landebahn entgleisen lassen.

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