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Bild und Wahrheit: werbung gegen realität

Werbefotografie ist eine Kunstform für sich. Ein Produkt für die Verpackungsgestaltung oder einen Werbeprospekt ins rechte Licht zu rücken und eindrucksvoll zu inszenieren erfordert neben umfassendem Know-How bezüglich Fotografie und Belichtung vor allem auch ein glückliches Händchen bei der Nachbearbeitung. Wie weit das glänzende Resultat mitunter vom Original entfernt ist, beweist die Bildergalerie des Projekts „werbung gegen realität“, für das der Berliner Journalist und Autor Samuel Mueller verantwortlich zeichnet.

Besonders unschön sieht die Realität bei Eintöpfen und Dosensuppen aus. Die „Heisse Tasse Erbse“ etwa, auf dem Verbundstoff in leuchtenden Grün- und Orangetönen inszeniert, kommt im Realzustand eher braun-gräulich daher. Die Variante „Linse“ soll hier gar nicht näher beschrieben werden... Bei der Reiskugel „Bisi-Bisi“ von Maggi fragt man sich, wo denn die offensiv auf der Verpackung angepriesenen Gemüsestückchen abgeblieben sind, von denen die Werbekugel auch nur so wimmelt. Ein mickriger grüner Fleck findet sich dagegen im Reis auf dem Originalbild... Gleiches gilt für die Schokoladenstückchen des Mini-Brioche, das einem Milchbrötchen mit zwei kleinen Schmutzflecken gleicht.

Immerhin: Der Mini-Krustenbraten sieht auch im Original ganz lecker und saftig aus. Bei Ritter Sport wird offenbar, was die richtige Belichtung und eine sorgsame Drapierung bewirken können, denn wirklich am Produkt schummeln kann man hier nicht. Lustig auch die stramm stehenden Pickelhauben auf den „Grabower Küßchen“ (Werbung), die sich im Original verbeugen und nun Schlumpfmützen nicht unähnlich sind... Was durchaus nicht unsympathischer wirkt.

Bilder: pundo3000.com
Autor :
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Veröffentlicht:03.04.2008 (3712 mal gelesen)
Tags:Fotografie, Fun, Werbung, Design
05.04.2008 | 00.20 Uhr
werbung eben, wie verkauft man ein produkt dass eigentlich niemand haben will...
05.04.2008 | 00.25 Uhr
rittersport ist ja mal die härte!
10.04.2008 | 09.54 Uhr
Der Schnitt der Käufer wissen , das z:B. gekochtes Gemüse in den Farben matschiger/bräunlicher ist als rohes. Trotzdem wollen wir unser gekochtes "fastFood" schön bunt auf der Verpackung sehen, denn bei Verkaufstests rangieren nunmal die schönen "Lebensmittel" oben. Wobei grün als Appetitanreger (Gesund! und Frisch) und rot/orange/gelb als Lockmittel (viel Vitamine) dienen. Und wir wollen uns doch gesund ernähren, auch mit "fastFood";-)
Was bei der Rittersport eigentlich fast (an Produktverschönerung in der Darstellung ) zuviel ist . Frage: freu ich mich jetzt, weil mehr schoki oder ärgern weil weniger Fülliung?
10.04.2008 | 18.16 Uhr
*schmunzel* erinnert mich an meine Fotografentage. Da wurde Fleischwurst mit Bierdeckeln unterlegt, Biergläser mit Autopolitur behandelt, Kirschen in Gelatine getaucht, Rosinen vorne in die Brotschnittkante gesteckt. Geht aber auch mit Textilien: Badematten mit Depa-Fit unterfüttern und labberige Polo-Shirt Kragen mit Pappe. Da möchte man doch glatt lieber einen Vollholz-Eichenschrank kaufen… ;)

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