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Werbeeinahmen brachen während EM-Spielen ein

Früher waren es die Bilder von leeren Straßen, die zum Beweis angeführt wurden, dass die gesamte Nation vor den Fernsehgeräten sitzt und der deutschen Elf bei wichtigen EM- oder WM-Spielen die Daumen drückt. Im Web-Zeitalter werden auch andere Kriterien bemüht. So erreicht uns in diesen ersten Tagen nach der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz die Meldung, dass die Traffic-Zahlen und damit auch die Werbeeinnahmen während der deutschen Spiele um bis zu 50 % niedriger als gewöhnlich lagen.

Ermittelt hat die Zahlen der Ad Management-Anbieters Adtech in einer Studie. Während der Fußball-Europameisterschaft analysierte Adtech das Lieferverhalten seiner Adserver bei 20 ausgewählten deutschen Webseiten. Resultat: Fußball-Fans fiebern auch im Jahre 2008 noch klassisch vor Fernseher oder Großbildleinwand und lassen das WWW für 90 Minuten Internet sein. Nicht ganz richtig: Denn nicht nur während der Spielzeit lagen die Zugriffszahlen unter dem Durchschnitt - bereits 60 Minuten vor Anpfiff sank die Besuchsstatistik um zehn Prozent. Chips auf den Couchtisch, Bier in den Kühlschrank oder Schminken und ab auf die Fanmeile - wie auch immer die Rituale in den Minuten vor dem Anpfiff genau aussahen, sie lenkten die Aufmerksamkeit der Deutschen weg vom weltweiten Netz.

Während die deutsche Elf sich durchs Turnier rumpelte, verzeichneten die Adserver durchschnittlich nur etwa zwei Drittel des normalen Aufkommens an AdImpressions. Beim deutschen Halbfinalspiel gegen die Türkei lag das Lieferaufkommen zwischenzeitlich sogar unter 50 Prozent. Das Finale verursachte jedoch keinen Rekord - vielleicht ein Zeichen früher Resignation der deutschen Fans… Die Traffic-Zahlen gingen hier weniger zurück als erwartet (zwischen 20-30 Prozent im Schnitt). Das entspricht den Durchschnittswerten der gesamten EM.

Dirk Freytag, CEO von Adtech, schließt: "Die Webseiten haben kaum von den Spielen selbst profitiert - im Gegensatz zur Vor- und Nachberichterstattung im Web. Da konnten sie mit Online-Infos schon vor und ganz besonders nach den Spielen punkten." Live-Ticker und Livestream-Angebote scheinen also zumindest bei den Deutschland-Spielen noch nicht konkurrenzfähig zu sein.

Bild: aboutpixel.de / finale! © schmidt.koeln
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Veröffentlicht:03.07.2008 (1665 mal gelesen)
Tags:Internet, Werbung, Business

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