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Agenturen, Designer und Grafiker sollten Druckeigenschäden absichern

Designen, Texten, Layouten, Kreieren - innovativ, einzigartig, unverwechselbar: Für Euren Kunden aktiviert ihr als Agentur, Grafiker Euer komplettes kreatives Leistungsspektrum. Und sogar noch mehr: Viele Werbe-Agenturen, Grafiker und Designer bieten auch noch die Übernahme der Druckleistung an. Doch das kann böse ins Auge gehen: Denn wenn keine Druckeigenschäden versichert sind, könnt ihr im Fall eines Layoutfehlers auf Euren Kosten sitzen bleiben - trotz Vermögensschadenhaftpflicht.

Unterschied Haftpflichtschaden und Eigenschaden
Schluss mir versicherungschinesisch: Bevor es ans Eingemachte geht, ist es wichtig, zwei Begriffe zu erklären - damit es zu keinen Missverständnissen kommen kann. Denn ein Haftpflichtschaden und ein Eigenschaden sind zwei paar Stiefel.

Haftpflichtschaden: Ganz allgemein übernimmt eine Haftpflichtversicherung Schäden, die einem Dritten (z.B. Eurem Kunde) entstehen. Versicherungstechnisch können diese Schäden Vermögens-, Personen- und Sachschäden, sein.
Eigenschaden: Bei einem Haftpflichtschaden wird ein Dritter geschädigt - bei einem Eugenschaden, habt ihr selbst den Schaden. Wenn ihr Eure Digitalkamera fallen lasst, ist das ein typischer Eigenschaden.

Euer Name steht auf der Druck-Rechnung
Doch wie können solche Haftpflicht- und Eigenschäden in der Praxis überhaupt passieren? Das ganze könnte so ablaufen:
Stellt Euch vor, ihr habt für einen Kunden einen Firmen- Flyer kreiert und schickt ihm den Entwurf per Mail zu. Der Kunde ist überzeugt und beauftragt Euch damit, ihm 10.000 Flyer für einen Messeauftritt zu erstellen. Die Zeit ist knapp, denn die Messe findet bereits in zehn Tagen statt. Gesagt, getan: Ihr finalisiert den Entwurf und erteilt den Druckauftrag. Euer Name steht also auf der Rechnung der Druckerei. Ein wichtiger Punkt, wie sie noch zeigen wird.

Kunde ist vollkommen entsetzt - und verlangt neue Flyer
Kurz vor der Messe sind die Flyer fertig - der Kunde mit dem Resultat aber nicht zufrieden. Das Farbmanagement auf den gedruckten Flyern entspricht überhaupt nicht der Firmen-CI (Corporate Identity).
Und wie sich herausstellt: Dafür seid ihr verantwortlich. Denn bei der Finalisierung der Rohentwürfe habt ihr versehentlich die Farbprofile vertauscht - ein typischer Layoutfehler, wie er in der Praxis passieren kann, Im Versicherungsjargon wird er als "Fehler in der Druckvorstufe" bezeichnet.

Fehler in der Druckvorstufe: Unter dem Sammelbegriff "Fehler in der Druckvorstufe" werden versicherungstechnisch Layoutfehler, Zahlendreher, Rechtschreibfehler, das Verwechseln von Farbprofilen sowie die Übermittlung der falschen Druckdaten verstanden.

Der Kunde nimmt die misslungenen Flyer nicht an und ihr müsst die Arbeit nochmal machen.

Messe-Promoterinnen müssen bezahlt werden
Euch läuft die Zeit bis zur Messe weg. Sofort korrigiert ihr die Druckvorlage, lasst eine zweite Tranche Flyer drucken. Doch: Die Flyer werden nicht rechtzeitig fertig - und der wütende Kunde muss ohne sie auf die Messe.
Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre: Für den perfekten Auftritt hatte der Kunde drei Promoterinnen gebucht, die seine Flyer verteilen sollten. Sie stehen nun mit leeren Händen da - müssen aber trotzdem bezahlt werden. Kosten, die Euch der Kunde in Rechnung stellt. Ein einziger Layoutfehler - und das ist am Ende die Schadensbilanz:

Eigenschaden: Die Druckkosten für die misslungenen Flyer könnt ihr dem Kunden selbstverständlich nicht in Rechnung stellen. Ihr bleibt auf den Kosten sitzen und habt einen klassischen Eigenschaden, der im Versicherungsjargon auch als "Druckeigenschaden" bezeichnet wird.
Vermögensschaden: Bei den Kosten für die Promoterinnen handelt es sich um einen Vermögensschaden. Denn diese vergeblichen Aufwendungen sind dem Kunden allein durch Euren Layoutfehler entstanden. Versicherungstechnisch handelt es sich also um einen Haftpflichtschaden (eines Dritten).

Druckeigenschäden sollten in der Vermögensschadenhaftpflicht mitversichert sein
Und für welche dieser Schäden kommt Eure Vermögensschadenhaftpflicht nun auf? Nun ja: Das kommt ganz darauf an!
Die vergeblichen Aufwendungen Eures Kunden für die Promoterinnen (=Vermögensschaden) sind über Eure Vermögensschadenhaftpflicht versichert - sie werden vom Versicherer übernommen.
Bei den Kosten für den Fehldruck (= klassischer Eigenschaden) gestaltete sich die Sache etwas anders: Diese Kosten sind nur dann versichert, wenn Eure Vermögensschadenhaftpflicht eine spezielle Leistungserweiterung für "Druckeigenschäden" beinhaltet. Sie müsst ihr in der Regel gesondert vereinbaren.

Fazit: Eine gute Vermögensschadenhaftpflicht für Freiberufler im Medien- und Kreativbereich (wie die Media-Haftpflicht light von exali) sichert durch Euch verursachte finanzielle Schäden bei Kunden ab. Werbeagenturen, freiberufliche Designer und Grafiker, die für ihre Kunden auch die Druckleistung übernehmen, sollten darauf achten, dass ihre Vermögensschadenhaftpflicht zusätzlich Versicherungsschutz für "Druckeigenschäden" bietet (siehe Media-Haftpflicht XL von exali).

Noch ein Tipp für die Praxis
Name des Kunden auf der Rechnung: Wenn ihr - wie im Beispiel - den Druckauftrag nicht in Eurem Namen an die Druckerei gebt sondern den Druckauftrag über den Kunden laufen lasst (sein Name steht auf der Rechnung), entsteht der Schaden bei ihm. Das bedeutet: Der Schaden ist über die "normale" Vermögensschadenhaftpflicht abgesichert, da es sich um einen Haftpflichtfall (Schädigung eines Dritten) und nicht um einen Eigenschaden handelt.

(Bildquelle: aboutpixel.de / Farbtanz © Petra Bork)
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/BCvLLe
Veröffentlicht:03.11.2011 (1243 mal gelesen)
Tags:Druckerei, exali, Versicherung
gerd
03.11.2011 | 15.48 Uhr
Ach, schon wieder ein WERBE-Artikel, gefangen im Körper einer "News"...
Langsam wird die Seite echt lächerlich... Warum wird dieser Artikel nicht - wie vorgeschrieben - als "Werbung" bzw. "Anzeige" gekennzeichnet? Oder haltet Ihr Eure Leser für so kackendoof, dass nicht kapiert wird?

Als Nächstes erwarte ich den Artikel "Warum Macs das Beste sind seit Erfindung der Brühwurst" mit Links zu Apple und Meica und "Warum man in seinem Blog niemals Werbung schalten sollte, ohne darauf hinzuweisen"...
Oder eine ganz abgefahrene Idee: Versucht's doch mal mit echten News!
04.11.2011 | 10.42 Uhr
hi gerd,

vielen dank für deine nachricht.
schade das es für dich so vorkommt, das grafiker.de zum großteil aus werbeartikeln besteht. wir veröffentlichen bis zu 100 news im monat, davon sind vielleicht 2-4 im monat von kooperationspartner unserer seite. wir beachten dabei immer das die news natürlich keine reine werbeartikel sind, sondern einen mehrwert für unsere community haben. gerade die artikel von exali sind immer so gut recherchiert und der inhalt ist so passend und informativ, das wir uns diese artikel nicht entgehen lassen und den kreativen diese auch nicht vorenthalten wollen. weit über 10.000 leser sprechen bei diesen artikeln auch für sich.

natürlich bieten wir unseren partner die möglichkeit für ihre kosten auch werbung / artikel bei uns zu schalten. hätten wir diese nämlich nicht, würde es grafiker.de nicht geben oder wäre kostenpflichtig. wir sind sehr dankbar über jeden partner der diesen spaß finanziert. leider denken viele das solche plattformen schon irgendwie überleben können und keine arbeit machen... (oder hast du schon einmal werbung hier angeklickt) keine ahnung. aber es entstehen jeden monat kosten und die sollten halt auch gedeckt werden.

wir halten unsere leser absolut nicht für "kackendoof", warum auch? der artikel ist vom autor flora anna graß, sie hat im ihren profil exali zu stehen. auf der seite bei uns steht exali als kooperationspartner, im newsletter erwähnen wir das regelmässig und in der news steht es auch. wir verstecken also die zusammenhänge eigentlich nicht. ganz klar muss man auch sagen das wir eine menge von exali halten, wir haben selbst versicherungen bei exali und haben die besten erfahrungen damit gemacht. warum also nicht auch andere kreative darauf hinweisen, wie sinnvoll eine medienhaftpflicht ist. wo die nachher abgeschlossen wird kann ja jeder selbst entscheiden...

danke für deine offenen worte...
andreas
gerd
04.11.2011 | 11.20 Uhr
Es geht gar nicht darum, dass solche Artikel hier keinen Platz finden sollen. Es geht mir vielmehr um die Bezeichung bzw. Kategorisierung "News" und die Nichtkenntlichmachung als werbender Artikel gegenüber dem Leser!
04.11.2011 | 11.33 Uhr
OK! Wir werden sehen ob wir da in Zukunft etwas besser Kennzeichnen können.
mike
10.11.2011 | 09.27 Uhr
kennzeichnung im titel button/symbol wär doch was:
http://t3n.de/news/xovi-seo-sem-tool-266...

21.11.2011 | 09.34 Uhr
Also ich fand den Artikel sehr interessant und informativ. Ich habe mich nicht "verpflichtet" gefühlt eine solche Versicherung jetzt sofort und vor allem bei exali abzuschließen. Es ist ein nützlicher Link für weiterführende Informationen, unabhängig davon ob exali Kooperationspartner von grafiker.de ist oder nicht. Dass man Versicherungen vergleicht bevor man eine abschließt sollte jedem bekannt sein. Eine wunderbare Wortschatzerweiterung ist "kackendoof" natürlich trotz allem ;-)

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