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Online-Übersetzer: Microsoft vs. Google

Microsoft hat sein kostenfreies Online-basiertes Übersetzungsprogramm Windows Live Translator überarbeitet und will damit wohl vor allem auf Google Translate Boden gut machen. Mit dem Microsoft-Dienst, der im September letzten Jahres in erster Version startete, ist die Übersetzung von Kurztexten mit maximal 500 Wörtern Länge oder von ganzen Webseiten möglich. Auf der eigenen Website kann eine Translator-Box integriert werden. Kann der Windows Live Translator dem arrivierten Google Translate das Wasser reichen?

Schnelle Antwort: Er kann, wenn auch nicht in allen Funktionen. Stärken zeigt der Windows-Übersetzer vor allem im grammatikalischen und syntaktischen Bereich. Während Google selbst bei Englisch-Deutsch oft Wörter und Satzbausteine sinnentstellend verdreht, liest sich der Text beim WLT oft flüssiger - obwohl natürlich auch hier die in der Automatisierung inhärenten Fehler wie das Benutzen unpassender Synonyme auftreten. Ein Beispiel aus Barack Obamas berühmter Rede zu den Rassenkonflikten:

Original: "This was one of the tasks we set forth at the beginning of this campaign". Google: "Dies war eine der Aufgaben, die wir festgelegt, die zu Beginn dieser Kampagne." Windows Live: "Dieses war eins der Aufgaben, die wir zu Beginn dieser Kampagne festlegten." Klarer Punkt an letzere Übersetzung.

Anders als Google Translate ist es beim Windows Live Translator den Usern nicht möglich, eigene Übersetzungsvorschläge für Wörter, Satzbausteine oder ganze Abschnitte einzureichen. Einfluss nehmen kann der Rezipient lediglich durch eine pauschale Bewertungsfunktion und die Möglichkeit, "beleidigende Übersetzungen" zu melden. Dies soll dann geschehen, "wenn ein nicht beleidigender Text versehentlich beleidigend übersetzt wurde", eine mehr als schwammige und unklare Formulierung.

Ein spezielles Kontrollkästchen kann aktiviert werden, wenn es sich um einen "computerbezogenen Text" handelt. Bei unserem Schnelltest fiel diese Funktion jedoch gnadenlos durch. Folgender kryptischer Satz wurde als Übersetzung eines Abschnitts vorgeschlagen: "In der Computex Fachmesse, die heute in Taipei geöffnet, gesprochen das Unternehmen es Computerherstellern zu Pre-install Windows XP Home auf es so "NET-Oberbekleidung" genannten--der er definiert nur als "kostengünstige Desktops"--bis Juni 30, 2010 möglich." Auch bei mehrmaligem Lesen erschloss sich keinerlei Sinnzusammenhang in dieser von "Microsoft Research" zur Verfügung gestellten babylonischen Wortfolge.

Die Übersetzung ganzer Websites, die nach Google-Vorbild nun auch von Microsoft angeboten wird, ist noch nicht sehr ausgereift. Oft sind die Übersetzungen mehr als halbgar, was z.B. die aktuelle Schlagzeile eines englischsprachigen Computerworld-Artikels belegt, die das Team von "Microsoft Research" tatsächlich mit dem Kauderwelsch-Satz "Extreme IT: Staub Hitze und bombs in Afghanistans und Irak Battling" übersetzt (oder auch nicht). Google setzt hier mit der einwandfreien Übersetzung "Extreme IT: Kampf mit Staub, Hitze und Bomben in Afghanistan und Irak" zum Knockout an. Es bleibt trotz guter Ansätze viel Arbeit, wenn der neue Übersetzungsdienst Google ernsthaft Konkurrenz machen will. Google bietet auch eine größere Sprachenvielfalt an.
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Veröffentlicht:04.06.2008 (3347 mal gelesen)
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