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Print-Ad: So entsteht der Milchshake bei McDonald's

Fastfood-Riese McDonald's lüftet mit dieser Print-Kampagne ein wohlgehütetes Geheimnis über die Herstellung der locker-luftigen Milchshakes. Das liegt nämlich nicht etwa an gutfunktionierende Maschinen. Die Kühe werden vor dem "Anzapfen" mit Bewegungseinheiten wie Springseil-Springen auf Trab gebraucht. Für die Umsetzung der Prints waren DDB aus Helsinki verantwortlich.




(via)
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/dSFGcJ
Veröffentlicht:06.07.2012 (1615 mal gelesen)
Tags:Werbung, Design, Print
06.07.2012 | 18.57 Uhr
Zynisch. Sehr Zynisch. Wenn man bedenkt wie der echte Milchshake entsteht, ist das Euphemismus pur. Solche verzerrten Darstellungen sind mit der Grund, warum Kinder nicht mehr Wissen, wo ihr Essen herkommt und an lila Kühe glauben. Die deutsche Durchschnittkuh bekommt so eine Wiese, wie oben abgebildet, in Ihrem gesamten Leben nicht zu Gesicht.
06.07.2012 | 22.44 Uhr
witzisch:-)...lieber toby ...du muss es mit humor betrachten!...und was ist mit dem weihnachtsmann? ...glaubst du, dass er existiert?...mir gefällt ich glaube noch immer:-)
lg. karl
06.07.2012 | 22.49 Uhr
http://www.ddb.fi/#/work/mcdonalds-luolamies-tv/

und mir gefällt die sprache:-) angeblich das ist verwandt mit ungarisch?:-)...finn-ugrisch...hmmm...lustisch
07.07.2012 | 08.50 Uhr
Wenn du mir noch erklärst, warum man beim Glaube an den Weihnachtsmann den Realitätsbezug zu Lebewesen und seinen Nahrungsmitteln verliert, seh ich die Sache vielleicht lockerer. Wie sollen Kinder einen ökologischen, ökonomischen und ethischen Umgang mit Lebensmitteln erlernen, wenn sie ständig mit solchen verzerrten Bildern konfrontiert werden (das betrifft nicht nur tierische Lebensmittel, sondern die Lebensmittelproduktion insgesamt)? Grüne Wiesen, glückliche Hühner, die sonntags auch mal zwei Eier legen, Schweine, die sich im Schlamm suhlen....

Ich hatte unlängst eine Broschüre für Kinder vom Fleischereiverband auf dem Tisch liegen. "Wo kommt unser Essen her".... da dürfen die kleinen die Wiese selbst noch grün ausmalen. Auf der einen Seite stand die Kuh noch Wiese, auf der andern füllt der Metzger Brät in den Darm.... Die Seite mit der Motorsäge, die die Kuh halbiert, habe ich vergeblich gesucht. Dass man mit blutenden Kuhköpfen keine Werbung machen kann, ist mir auch klar. Solche Details aber aus einer Informationsbroschüre herauszulassen ist die Verleugnung des eigenen Handwerks.
07.07.2012 | 10.25 Uhr
oh! ich hätte mich besser vorbereiten sollen, bevor ich zum thema etwas geschrieben habe...hmm...weil das thema in diesem sinne viel zu viel ernsthafter ist, und ich glaube hier werden wir nie genügend platz bekommen wie wir alle eine vernünftige lösung zu dieser problematik finden. ...hmmm...eine richtige lösung, wie wir diese »heilige« welt für unsere kindern erklären können??...oder hast du eine gute idee?

ich erinnere mich wie ich damals diese welt kennen gelernt habe....als ich im sommerferien geld verdienen wollte und bei einer pharma firma sommerjob gefunden habe. die haben aus tierblut (kuh) medikamente hergestellt. dafür müssten wir dreimal der woche zum schlachthof fahren...direkt wo die, die tiere abgeschlachtet haben....soll ich noch weiter erzählen?
meine heilige welt war total gebrochen...andereseits ich wusste schon was davon produziert wird, und warum das alles für uns menschen, und auch für tiere gut wird. genau, jetzt stellt sich die frage?...woher kommt unser essen her?...und, und, und...frage auf fragen?...und woher kommt dann der weihnachtsmann?...und wie sollen wir diese heilige welt killen?

...und was sollen wir als werbefachleute dafür etwas besseres tun?
11.07.2012 | 13.35 Uhr
Je länger ich mir dieses Print-Ad anschaue frage ich mich: Passt das Logo nicht zum Bildmotiv oder das Bildmotiv nicht zum Logo?
12.07.2012 | 09.26 Uhr
@Grunow
eine schöne Meinung ich kann mir vorstellen, dass es da nicht einfach ist im Werbefach zu arbeiten. Wir lügen und betrügen doch ständig.
12.07.2012 | 14.37 Uhr
Dann machst du andere Werbung als ich. Ich war bislang noch nie gezwungen Anzeigen zu erstellen, die exakt das Gegenteil von dem aussagen sollen, was die Realtität hergibt. Und spielende Kühe auf der Weide sind angesichts industrieller Nahrungsmittelproduktion (der Industriestandard dazu wurde maßgeblich von McDonalds mit vorangetrieben) eben das Gegenteil von der Wirklichkeit. Es gibt auch in der Werbung noch so etwas wie Moral und ethische Grundsätze. Dich zwingt ja auch niemand Wahlkampfpropaganda für Neonazis zu gestalten, oder? Die Wahl das abzulehnen hast du, so wie ich mich weigern würde solche offensichtlichen Lügen wie diese Anzeigenkampagne in die Welt zu setzen.
19.07.2012 | 11.24 Uhr
Man muß ja auch nicht alles bierernst nehmen. Werbung soll ja auch spaß machen.
Du kannst deinen Kindern ja genau erklären, wie es in Wirklichkeit ist.
Ich denke aber ein bisschen Träumerei in der Kindheit tut in unserer schlimmen Welt ganz gut.
Irgendwann stellt sich sowieso jeder der Realität.

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