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Umfrage: Was verdienen Hochschulabsolventen?

Wir hatten im Februar schon einmal über eine Umfrage bezüglich Designer und Gehälter berichtet. Hier ging es aber vorrangig um festangestellte und freiberuflich tätige Kreative. Die folgende Kurz-Umfrage des corporate identity instituts beschäftigt sich vielmehr um die Situation von Hochschulabsolventen und damit Berufsanfängern in dieser Branche - "Es ging uns bei dieser Umfrage NICHT darum, einfach nur ein realistisches Bild der Gesamtsituation zu erstellen. Dass diese nicht besonders rosig aussieht, ist allen Beteiligten bekannt. Vielmehr sollte dargestellt werden, was (aus unserer Sicht) gute, seriöse und faire Arbeitgeber Absolventen zahlen und von ihnen verlangen. Absolventen die sich hierüber im Klaren sind, werden es leichter haben, sich zu orientieren und u.a. ihr Studium entsprechend auszurichten" so die Herausgeber.

An der Umfrage haben sich 70 Agenturen beteiligt und so geholfen, den Studenten einen Überblick zu geben, worauf es schon bei der Bewerbung ankommt und welche Qualifikationen von Ihnen verlangt werden. Darunter z.B. Ligalux GmbH, FutureBrand, BBDO Düsseldorf GmbH oder MetaDesign Berlin AG.



So kamen also folgende Ergebnisse ans Licht: Obwohl ein Diplom oder der Master bevorzugt werden, spielt die Art der Abschlusses keine entscheidende Rolle. Auch die Abschlussnote ist zweitrangig: "Sie wird zwar als positives Indiz gewertet, entscheidend sind letztendlich vor allem die Arbeiten des Bewerbers sowie seine Zusatzqualifikationen".

Als Zusatzqualifikationen, neben einen guten Maß an Kreativität und einer Mappe mit Arbeitsproben, geben viele Agenturen ebenfalls Praxiserfahrung, Persönlichkeit, Zeitmanagement, konzeptionelles Denken und Offenheit an. Dazu ein Kommentar einer teilnehmenden Agentur: »Selbst die Mappe - so wichtig sie ist - wird zunehmend egal. Bei uns haben sich auch 1,0er Studenten mit Awards im Alltag als Flop erwiesen, denen das typographische Können fehlte. Die Mappe enthält Arbeit aus dem Studium (wofür man viel Zeit und Leitung hat), sowie Arbeiten evtl. aus Praktika/Agenturen, die auch selten eine klare eigene Handschrift zeigen. Die Mappe verrät eine Richtung, der Rest ergibt sich. Ich selbst finde es nach wie vor superschwer, Leute einzustellen und zu entscheiden. Das beste ist immer noch, via Praktikum reinzuwachsen. Da weiß man nach einigen Wochen oder Monaten, wer was kann.«

Die Situation für Praktikumsbewerber während des Studiums sieht relativ gut aus. Viele Agenturen bieten Studenten Praktikumsplätze an. "Nach dem Studium ändert sich für arbeitsuchende Absolventen die Situation jedoch erheblich, die Möglichkeiten reduzieren sich in starkem Maße. Dies betrifft nicht nur Festanstellungen sondern auch die freie Tätigkeit für Agenturen."

Bei der Frage ums Geld, wird wieder ein Nord-Süd-Gefälle deutlich. Im Norden werden durchschnittlich 411 Euro fürs Praktikum und etwa 2.024 Euro als Festanstellung gezahlt. Im Süden sind diese Zahlen höher: 526 Euro bekommt man hier als Praktikant und 2.231 Euro durchschnittlich als Festangestellter.

Zum Abschluß noch einige Worte der teilnehmenden Agenturen.
»Manchmal interessiert mich auch, was die Leute im letzten Urlaub gemacht haben, um zu erfahren, wie experimentierfreudig sie sind.«

»Persönlichkeit, Fleiß und Kreativität sind neben der Abschlussnote die wichtigsten Kriterien.«

»Die wenigsten Absolventen haben effektiv in Design- oder Werbeagenturen geschnuppert. Auffällig ist dabei eine große Aversion/Angst gegenüber »großen« Agenturen. Nur sehr wenige Absolventen sind wirklich marktfähig mit dem, was sie als fertig studierte Gestalter unter unserem professionellen Berufsbild verstehen.«

»Gut ist, überhaupt einen Abschluss zu haben. Das zeigt mir u.a. Durchhaltevermögen.«

Hier könnt ihr euch die komplette Umfrage des corporate identity institut als PDF anschauen!

(Bildquelle: aboutpixel.de / beschäftigt © k411e)
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/NV4VB7
Veröffentlicht:06.09.2010 (3209 mal gelesen)
Tags:Design, Statistiken, Umfrage
09.09.2010 | 10.32 Uhr
Hallo,
handelt es sich bei den genannten Gehälter um Brutto oder Nettozahlen.

Mari Steiner
09.09.2010 | 10.40 Uhr
Hallo Mari,

es handelt sich um brutto-Zahlen.
Martin Franke
09.09.2010 | 12.28 Uhr
Das sagt doch Alles nichts aus, außer dass ein paar blinde Hühner auch ein Korn finden. Und die sehen dann alle so aus, wie es in der Werbung gezeigt wird, ne? Da gibt es doch noch viele andere Kriterien, abhängig von den Zielen der Agenturen. Wie viele Designer werden noch pro Jahr von den Fachhochschulen ins Rennen geschickt?

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