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Artikel: "Mein Leben gehört mir!" Wenn Beruf und Privates verschwimmt

In immer mehr Unternehmen wird viel Wert auf Socializing gelegt. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter zusammen auf interne Parties gehen, zusammen in den Urlaub fliegen und sich mitunter ein Hotelzimmer zusammen teilen. Doch was passiert, wenn die Grenze zwischen Arbeit und Privatem verschwimmt? Dazu gibt es einen interessanten Artikel in der Zeit Online, die dazu 3 Menschen interviewte: Eine ehemalige Mitarbeiterin von Google, einen freien Designer und eine Schauspielerin, die uns Interessantes offenbaren:

Hier ein kleiner Ausschnitt vom Interview der Ex-Google-Mitarbeiterin:

Tangermann:
Wer bei Google arbeiten will, muss »googly« sein. Also cool, spontan, kreativ.

ZEIT CAMPUS:
Das ist ja nichts Schlechtes. Warum haben Sie trotzdem gekündigt?

Tangermann:
Inhaltlich hat mich der Job gereizt. Aber es wurde so viel Wert auf Socializing gelegt.

ZEIT CAMPUS:
Und darauf hatten Sie keine Lust?

Tangermann:
Ich hatte nichts gegen die Leute, im Gegenteil. Aber durch die lockere Atmosphäre haben sich Geschäftliches und Privates vermischt. Die Kollegen waren wie Kumpel, und wenn man eine Google-Party ausfallen ließ, kam das schon etwas komisch rüber. Bei Konferenzen haben wir manchmal die Hotelzimmer geteilt. Einmal bin ich sogar mit den Kollegen in einen Google-Urlaub gefahren.

ZEIT CAMPUS:
Die ganze Abteilung?

Tangermann:
Die ganze Firma. Wir haben uns alle zum Skifahren in Kalifornien getroffen, da wurde ein komplettes Dorf gemietet.

ZEIT CAMPUS:
Was hat Sie daran gestört?

Tangermann:
Ich habe spannende Leute aus der ganzen Welt getroffen und Snowboarden gelernt. Aber wenn ich ehrlich bin, war das nicht mein Ding. Abends beim Bier war ich eher die Verschlossene.

ZEIT CAMPUS:
Waren Sie eine Ausnahme?

Tangermann:
Ich glaube, neu zugezogene Kollegen freuen sich, wenn die Firma die Freizeitgestaltung gleich mit übernimmt. Aber ich war ja nicht neu in der Stadt. Ich bin in Hamburg aufgewachsen, habe hier meine Freunde, meinen Fußballverein. Und nichts dagegen, wenn mein Privatleben privat bleibt.

ZEIT CAMPUS:
Kann man bei Google mit dieser Einstellung Karriere machen?

Tangermann:
Es ist ganz bestimmt nicht hilfreich, wenn man sich abgrenzt.

ZEIT CAMPUS:
Sind Sie deshalb gegangen?

Tangermann:
Nein, eher weil sich Routine eingeschlichen hatte, eine eigenartige Mischung aus Gleichförmigkeit und Stress, obwohl um mich herum alles so hip und bunt war.

Den kompletten Artikel könnt ihr hier lesen!

(via)
Autor :
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Veröffentlicht:07.02.2012 (993 mal gelesen)
Tags:Berichte, Surf-Tipp, Business

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