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Firefox-Kampagne schießt Eigentor

Was offensichtlich als humorvolle Attacke gegen den Internet Explorer gedacht war, hat sich binnen Stunden zu einem Marketing-Desaster für Mozilla Firefox entwickelt. "Fight Against Boredom" heißt die Viralkampagne, die gestern gestartet war und innerhalb kürzester Zeit Stürme der Entrüstung im WWW hervorgerufen hat. Im Mittelpunkt der Kritik steht eine Statistik, die Firefox-User mit Benutzern des Internet Explorer vergleicht. Ziel sollte es offenbar sein, die Zielgruppe des Browsers als besonders jung, dynamisch und fit darzustellen.

Unter anderem hieß es darin, dass Firefox-User "mit 35 % weniger Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr ein Enkelkind erwarten" und "mit 123 % höherer Wahrscheinlichkeit studieren." So weit, so gut. Allerdings unterboten einige Passagen die Grenze des guten Geschmacks bei weitem. So zum Beispiel die Aussage, dass Benutzer von Firefox "eine 23 % geringere Wahrscheinlichkeit haben, unter Krebs zu leiden" und "eine 20 % geringere Wahrscheinlichkeit, mit Krebskranken zu leben."

Proteste gegen diese Punkte wurden zuerst in den Kommentaren des TechCrunch-Blogs laut. Ein User schrieb: "Als Firefox-Benutzer, der Krebs hat, finde ich das nicht sehr lustig." Paul Kim, Vizepräsident der Marketing-Abteilung, bemühte sich um Schadensbegrenzung und entschuldigte sich für den Fauxpas. "Die Site hätte nicht öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen und beinhaltete einige Statistiken aus einer Nielsen-Studie, die beleidigend und geschmacklos sind", wurde er von computerworld.com zitiert. Aber selbst diese Aussage wurde heftig kritisiert, weil viele fanden, dass sie den Schluss zulässt, dass eine interne Verbreitung der Aussagen akzeptabel sei.

Momentan ist die "Fight Against Boredom"-Webseite mit einem Passwortbereich geschützt und damit für die Öffentlichkeit unzugänglich. Andere Bestandteile der Kampagne, wie z.B. ein YouTube-Video, sind noch verfügbar. Trotzdem scheint klar zu sein, dass die neue Firefox-Marketing-Kampagne mit einem satten Eigentor begonnen hat.
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/HKaVck
Veröffentlicht:08.01.2008 (1612 mal gelesen)
Tags:Browser, Firefox, Werbung
10.01.2008 | 15.47 Uhr
Da hat sich offenbar ein Übersetzungsfehler eingeschlichen. In dem besagten Interview auf computerworld.com steht nicht, dass eine interne Verbreitung vorgesehen war, sondern dass neue Projekte gründlich geprüft werden sollen, bevor sie live gehen. Und solange sind sie nicht öffentlich zugänglich, sondern nur für die Projektbeteiligten per Passwort. Mit interner Verbreitung hat das nichts zu tun.
10.01.2008 | 17.11 Uhr
Hier nochmal für alle zum Nachvollziehen:

a) das Zitat von computerworld.com: "The site was not meant to be publicly available and contained several stats, taken from a recent Nielsen study, that were offensive and in poor taste [...]" Kim said.
b) meine Übersetzung: „Die Site hätte nicht öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen und beinhaltete einige Statistiken aus einer Nielsen-Studie, die beleidigend und geschmacklos sind“

Ich denke, das ist schon akkurat übersetzt. Ich habe ja lediglich darauf hingewiesen, dass einige WWW-Kommentare die Aussage etwas polemisch interpretiert haben.

Martin, ich stimme dir vollkommen zu, dass Firefox das natürlich nicht als "Joke des Tages" intern verbreiten wollte. Trotzdem etwas unglücklich ausgedrückt von Herrn Kim... ;-)

Beste Grüße
Joh.

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