Last.fm zahlt Tantiemen an Musiker

Künstler, die noch keinen Plattenvertrag haben, werden fortan vom Online-Musikportal Last.fm für jeden gespielten Song entlohnt. Mit dem "Artist Royalty Program" schafft Last.fm damit einen neuen Anreiz für noch unbekannte Bands. Je nachdem, in welchem Bereich des Portals ein Song abgespielt wird, erhält der Urheber zwischen 10 % und 30 % des jeweiligen Anteils am Nettoumsatz. Laut den AGB würde der Betrag eines vollständig abgespielten Songs in der Premium On-Demand-Sektion $ 0,005 betragen.

Werden Songs in den kostenlos zugänglichen Bereichen aufgerufen, ist der Betrag entsprechend geringer. Reichtümer werden sich in den seltensten Fällen anhäufen lassen. Aber bei entsprechender Popularität können Bands sich sicherlich ein gewisses Zubrot durch ihre Mitgliedschaft auf Last.fm erwerben, ganz zu schweigen von der riesigen Zielgruppe, bei der die Musik bekannt gemacht werden kann. Last.fm wirbt auf seiner Seite damit, dass Bands und Musiker über das Portal kostenlos über 20 Millionen Fans erreichen könnten. Künstler erhalten jedes Quartal eine Abrechnung und können das Geld abbuchen, sobald der Betrag über $ 10 liegt.

Generell dürfte Last.fm durch diese Regelung seinen Ruf in der Szene weiter verbessern und noch mehr junge Künstler dazu bewegen, ihre Musik zur Verfügung zu stellen. Vorraussetzung für die Teilnahme am "Artist Royalty Program" ist, dass die weltweiten Rechte an den Songs noch vollständig bei den Künstlern liegen, d.h. dass noch bei keinem Label unterschrieben wurde.

Seit der Ankündigung im Januar diesen Jahres sollen sich bereits 70.000 Künstler für das Programm registriert und 450.000 Songs hochgeladen haben.

 
 
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Veröffentlicht : 10.07.2008
Tags : Internet, Musik, Business
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