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Wie sieht der durchschnittliche Designer aus?

Der Berufsverband der Kommunikationsdesigner (BDG) befragte im Zeitraum vom 13.01. bis 19.01. angestellte und freiberufliche Kommunikationsdesigner zum Thema Gehalt, Arbeitsstunden und vieles mehr.

Diese Umfrage sei aber keine repräsentative, da es keine "belastbare und aktuelle Untersuchungen gibt, die Auskunft erteilen über Verdienst und Lebensumstände von Designerinnen und Designern". Diese Umfrage des BDG ist eher eine Gegenreaktion auf einen Artikel des "Stern" vom Januar 2010, in dem gezeigt wurde, dass Designer und Grafiker monatlich 4.690 Euro brutto im Jahr 2008 verdienten und somit eine Gehaltssteigerung von 85% erzielten. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Befragten weniger als 25 betrug! Daraufhin der BDG: "Es wird Zeit, ein realistisches Bild vom Traumberuf Kommunikationsdesigner zu malen."

Die teilweise überraschenden Ergebniss der Studie hier einmal kurz zusammengefasst:
Gut die Hälfte der Designer hat ein Diplom, etwa ein Viertel eine abgeschlossene Berufsausbildung in diesem Bereich. Fast 70% der Kreativen arbeiten alleine, nur etwa 15% haben einen Partner oder mehrere. Ein weiteres statistisches Merkmal dieser Studie: Der durchschnittliche Designer ist zwischen 28 und 31 Jahre jung und lebt in einer Partnerschaft. Der durchschnittlich kalkulierte Stundensatz liegt bei der Hälfte der Designer bei 30-50 Euro, 30% kalkulieren sogar mit 50-70 Euro und etwa 5% mit über 90 Euro. In der Woche wird durchschnittlich 43h gearbeitet, 65% der Befragten im eigenen Büro.

Auf die Frage, ob die Einkünfte für den Lebensunterhalt reichen, antworteten fast die Hälfte der Befragten mit der Antwort "geht so" und nur 37% mit einem klaren "ja". Nicht verwunderlich: Ein Viertel der Kommunikationsdesigner lebt von weniger als 15.000 Euro Nettoeinkünften pro Jahr, "das sind 1.250 Euro monatlich für eine Berufsgruppe, die durchaus ein gewisses gesellschaftliches Ansehen genießt", so der BDG.

Zum Abschluss eine Gesamtbewertung des BDG:
"Jeder zweite Designer sieht sich demnach gut gestartet und räumt sich gute Perspektiven (52,2 %) ein, dazu kommen noch weitere 28 %, die eher nicht gut anfingen, aber gute Perspektiven haben. Nur ein Achtel ist unzufrieden (schlecht gestartet, schlechte Perspektiven: 10,7 %, ich denke ans Aufhören: 2 %). Hier wird die erhöhte Leidensfähigkeit sichtbar, die die enge Bindung des Designers an seine Arbeit mit sich bringt. 20 % der Befragten geben an, nicht zurecht zu kommen, aber nur 2 % denken ans Aufhören. Diese enge Bindung führt zu recht persönlich erlebten Erfolgserlebnissen, die wiederum zu einer großen Zufriedenheit führen können.

Mehr als drei Viertel sind sehr zufrieden (12 %) oder zufrieden (64,7 %). Nur ein knappes Viertel ist unzufrieden (17,2 %) oder frustriert (2,5 %)...Schließlich stellten wir die Gretchenfrage, ob sich die Teilnehmer wieder selbstständig machen würden. Das Ergebnis fiel sehr eindeutig aus: 90,5 % würden es wieder tun"!

Die komplette Umfrage könnt ihr euch auf der Seite des BDG ansehen!

Bildquelle: aboutpixel.de / working IV © svair
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/93tgb6
Veröffentlicht:11.02.2010 (4724 mal gelesen)
Tags:Design, Statistiken, Umfrage
11.02.2010 | 16.10 Uhr
...was soll ich denn mit Geld? ...Hauptsache Spass!

12.02.2010 | 13.50 Uhr
Ich versuche gerade mich da entsprechend zuzuordnen....manches trifft ja voll zu...eine Kategorie nicht ..;-) Ich habe vor 2 Tagen die komplette Umfrage gelesen, fand ich schon sehr aufschlussreich. Ich bin nicht allein...;-) Der Artikel vom Stern muss ja ne Wucht sein, sauber recherchiert *grins*
12.02.2010 | 14.02 Uhr
...in der Grafik-Branche ist die beschriebene wirtschaftliche Situation der Kollegen und Kolleginnen nicht neu. Ich kenne einen fast 70-jährigen Grafiker, der 40 Jahre lang nur einen finanziellen Planungshorizont von 3 Monaten hatte. Sein Credo: meditieren statt akquirieren. Man sollte einfach mental stark genug sein, finanzielle Durststrecken durchzustehen - mit der Leidenschaft zum Beruf klappt das.
12.02.2010 | 14.27 Uhr
Das klingt ja nicht sehr optimistisch und es stimmt, die wirtschaftliche Situation von uns Grafikern war noch nie wirklich viel besser. Ich persönlich habe mein Studium - Berufswahl bisher noch nie bereut und bin mit großer Leidenschaft dabei, aber manchmal sind die Durststrecken doch recht schwer mental zu durchstehen. Sein Credo werde ich mir mal merken ;-)
15.02.2010 | 04.45 Uhr
Ich denke, dass man diesen Beruf nur ausüben kann, wenn man Spaß daran hat. Deswegen die hohe Quote der Zufriedenen, auch wenn es manchmal ans Eingemachte geht und nur bedingt wirtschaftlich ist.
16.02.2010 | 12.21 Uhr
Wir haben uns für folgende Zeilen an unsere Kunden entschieden:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in letzter Zeit mehren sich bei unseren Kunden die Befürchtungen, dass Beratungs- und Design-Leistungen kostenpflichtig sind.
Wir finden das ungeheuerlich. Es ist doch ein Hygienefaktor, dass unsere Beratung und Kreation nahezu 24 Stunden zur Verfügung stehen, Termine auch mit 2 stündigem Vorlauf kurzfristig/sofort erledigt werden, ganztägige Briefing-Termine reiner Spaßfaktor sind. Das darf doch nichts kosten. Also ehrlich.

Sie berechnen doch auch nicht Ihre Software, Ihre Beratungs- und Dienstleistungen, oder? Wir möchten Ihnen da jetzt auch entgegen kommen. Wir sind jetzt ein eingetragener Verein für IT-Beratung und Kreation, um bedürftigen Unternehmen in der existenzbedrohten IT-Branche unter die Arme zu greifen.

Als Verein haben wir uns für das Modell
Mo-Mi: 9.00-10.30 Uhr, nachmittags nach Vereinbarung
Do: 9.00-14.00 Uhr entschieden.

Blackberry-Dienste stehen ab sofort nicht mehr zur Verfügung, einfach zu teuer, Sie verstehen das.
Sollten Sie Termine vor Ort wünschen, kommen wir gerne innerhalb von 14 Tagen.
Sie sehen kostenlose Leistungen und ganz super Erreichbarkeit schließen sich nicht aus.
Unsere Junior-Berater Herr Elias Könen und Frederick Lück freuen sich auf Ihren Anruf innerhalb der o.g. Kiga-Öffnungszeiten.

Viele Grüße und auf ein erfolgreiches 2010 ganz im Sinne.
Was nichts kostet, wird richtig gut!
18.02.2010 | 07.58 Uhr
@ Volker
Das kommt bestimmt gut an, und es fühlt sich auch garantiert niemand angesprochen ^^
18.02.2010 | 10.44 Uhr
@Volker: Sehr schöner Text! Das ist nicht mal mutig was du das machst, sondern der einzig richtige Weg Kunden "dezent" auf dieses große Missverständnis gegenüber uns Werbern hinzuweisen. Ich stimme da voll zu, denn wer muss sich sowas nicht oft genug anhören. Ich würde diesen Text gern (in abgewandelter Form) selbst für unsere Kundenkommunikation verwenden. Auf jeden Fall werd ich das in meinem nächsten Blog kommentieren.

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