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Google darf ITA-Software übernehmen

Internetriese Google darf Flugticket-Suchanbieter ITA für 700 Millionen Dollar kaufen - das gab das US-Justizministerium bekannt. Die Genehmigung eines Bundesrichter steht hingegen noch aus.

Das Vorhaben ist allerdings an gewisse Auflagen geknüpft, meldet der Nachrichtendienst Bloomberg. So soll das Unternehmen auch künftig für alternative Reise-Suchmaschinen Reisedaten zur Verfügung stellen. Verträge mit Konkurrenzanbietern müssen um weitere fünf Jahre verlängert werden! Darüber hinaus muss Google eine Firewall installieren, die die Kundendaten und die der Konkurrenz vor unautorisierten Angriffen schützt.

In den nächsten fünf Jahren werden die Wettbewerbsbehörden die Einhaltung der Auflagen überwachen. Der Suchalgorithmus von Google wird keiner Änderung unterzogen, im Gegenzug müssen alle Beschwerden der Konkurrenz (an Googles Suchranking) sofort an das US-Justizministerium weitergeleitet werden. Dieses gilt allerdings nur für die kommenden zwei Jahre. "Wir sind zuversichtlich, dass wir durch die Kombination von ITAs Kompetenz und Googles Technologie neue Tools für die Flugsuche für alle Nutzer entwickeln können", erklärt Jeff Huber (Senior Vice President bei Google) via Blogeintrag. So soll durch die Übernahme eine Reise-Suchmaschine entwickelt werden, die dem Reisenden neben Abflugzeit und Preis auch den Direktlink zur Ticketbuchung anbietet.

Einige Mitbewerber, darunter Online-Reisedienste wie "Kayak", "Hotwire" und "Expedia", hatten sich zu der Lobbygruppe "Fairsearch.org" zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Googles Übernahme vorzugehen. Sie sind sich sicher, dass auch das Justizministerium angesichts Googles Internetmacht besorgt ist. "Auch wenn die Auflagen ein wichtiger Sieg sind, Googles Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung ist noch immer eine Bedrohung für den Wettbewerb und für Verbraucher", formuliert die Gruppe in ihrem hauseigenen Blog. Forderung: Kartellwächter und Gesetzgeber sollen weiterhin ein Auge auf den Internetriesen werfen. Die ITA-Software wird übrigens bei etwa 65 Prozent aller Onlinebuchungen von US-Fluggesellschaften eingesetzt.

Falls ein Bundesrichter die Einigung nicht akzeptieren sollte, wird das Justizministerium höchstpersönlich dagegen vorgehen. Ärger droht Google derweil auch in Europa. Dort hat vergangene Woche Microsoft Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt. Grund: Google zeige "wettbewerbsfeindliches Verhalten auf dem Such- und Anzeigenmarkt sowie bei Smartphone-Software".

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Veröffentlicht:14.04.2011 (1766 mal gelesen)
Tags:Software, News, Google

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