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Apple umzingelt von US-Behörden
Die nächste Klage steht Apple ins Haus. Auslöser diesmal: Die neuen Richtlinien des Unternehmens für die lukrative App-Entwicklung. Folge: Die US-amerikanische "Federal Trade Commission" (FTC) hat Apple strafrechtlich auf dem Zettel, Google freuts.
Laut der Finanz-Tageszeitung "Wall Street Journal" gehe die FTC - eine Art Wettbewerbsbehörde mit Aufgaben im Verbraucherschutz - dem Verdacht nach, Apple würde mit ihren neuen Geschäftsbedingungen den mobilen Softwaremarkt verzerren. So befürchte man durch die neue Regelung der Werbeschaltung auf iPhones und dem neuen iPad ein Ausgrenzen der Konkurrenten Google und Microsoft.
Bei den aktuellen Untersuchungen des FTC geht es in erster Linie um die neue Apple-Regelung, die Entwicklern untersagt Werbung von Google und anderen Konkurrenten in Apps zu integrieren. Google selbst hatte sich bei der Wettbewerbsbehörde beschwert, Apple hat derweil keinerlei Stellung genommen. Im November 2009 hatte Google den Werbedienstleister "Admob" für 750 Millionen Dollar übernommen, Apples "iAd" ist unmittelbarer Konkurrent. Der Werbedienst iAd startet am 1. Juli, schon jetzt verkündete Steve Jobs einen 60 Million Dollar Reklame-Gewinn innerhalb weniger Wochen.
Der neue Disput steht in direktem Zusammenhang mit dem Adobe-Streit. Apple will nach wie vor kein Flash auf dem iPhone oder dem iPad ermöglichen, außerdem dürfen externe App-Entwickler nicht mit der Adobe-Software arbeiten. Auch dort untersucht die Regulierungsbehörde FTC fleißig.
Damit keine Langeweile in Kalifornien aufkommt, wird außerdem geprüft, in wie weit Apples iTunes seine Dominanz (etwa 70% Marktanteil) im digitalen Musikvertrieb missbrauche. Auch eine Klage der möglichen Patentverletzung vom taiwanischen Smartphone-Hersteller HTC gegen Apple liegt vor.
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