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Umsatzsteuerbefreiung als Kleinunternehmer – für wen lohnt es sich?

Nicht selten sind Existenzgründer und Freelancer mit dem Steuersystem überfordert. Abhilfe soll die sogenannte Kleinunternehmerregelung schaffen. Sie soll den bürokratischen Aufwand verringern und vieles einfacher machen. Hier erfahren Sie, ob sich die Regelung auch für Sie lohnt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich im §19 UStG. Die Vereinfachung betrifft also lediglich die Umsatzsteuer. Die Unternehmen werden nach diesem Gesetz gänzlich von der Umsatzsteuer befreit. Ausgestellte Rechnungen enthalten demnach keine ausgewiesene Umsatzsteuer. Bezahlte Vorsteuerbeträge können nicht abgezogen werden. Die anfangs monatlichen, später vierteljährlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen entfallen also komplett.

Wer kann die Kleinunternehmerregelung nutzen?
Die Grenzen sind klar geregelt. Wer im vorangegangenen Jahr einen Umsatz von 17.500 Euro nicht überstiegen hat, und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro erreicht, fällt unter diese Regelung. Existenzgründer erhalten bei der Anmeldung des Gewerbes einen Fragebogen vom Finanzamt, in dem unter anderem auch diese Frage angesprochen wird. Meist wurde zur Gründung ein Konzept oder eine Vorausschau aufgestellt, aus der die geschätzten Zahlen für das erste Jahr entnommen werden können. Teiljahre müssen übrigens hochgerechnet werden. Wer also am 01.07. sein Gewerbe beginnt und bis Ende des Jahres einen Umsatz von 10.000 Euro schätzt, hätte einen hochgerechneten Umsatz von 20.000 Euro, und würde demnach nicht in die Regelung fallen. Die Anwendbarkeit ist jedes Jahr aufs Neue zu prüfen.

Es besteht aber auch die Möglichkeit auf die Anwendung zu verzichten. ( §19 Abs. 2 UStG). Dieser Verzicht ist jedoch für fünf Jahre bindend. Stellt sich also nach einem Jahr heraus, dass der Aufwand der regelmäßigen Steuermeldungen doch sehr hoch ist, hat man keine Möglichkeit, vorzeitig wieder in den Genuss der Erleichterung zu kommen. Aus diesem Grund sollte man sich unbedingt im Vorfeld genau informiert, welche Vor- und Nachteile dadurch entstehen.

Vorteile und Nachteile der Kleinunternehmerregelung
Steuerbefreiung ist zwar angenehm, muss aber nicht für jeden Unternehmer die beste Wahl sein. Der Vorteil der Kleinunternehmerregelung liegt eindeutig in der vereinfachten Handhabung des täglichen Geschäfts. Der Unternehmer rechnet wie eine Privatperson - also immer mit den Bruttobeträgen. Stellt er eine Rechnung, müssen die zahlreichen Vorschriften gem. §14 Abs. 4 UStG nicht enthalten sein. Außerdem wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen, wodurch auch keine an das Finanzamt abgeführt werden muss. Es gibt kein Brutto und kein Netto, sondern einfach nur einen Betrag. Das zählt auch für die Einkäufe. Vorsteuer kann nicht abgezogen werden. Die bezahlten Beträgen sind in die Kalkulation voll mit einzurechnen.

Was für die einen ein Vorteil ist, kann für die anderen durchaus ein Wettbewerbsnachteil sein. Kreative, die viel Material einkaufen, verarbeiten und weiterverkaufen, haben dadurch erhebliche Nachteile. Unternehmen kalkulieren in der Regel immer mit Nettobeträgen - die Umsatzsteuer und die Vorsteuer werden bei der Vorsteueranmeldung verrechnet und an das Finanzamt ausgeglichen. Stellt nun ein Händler seinem Kunden eine Rechnung, kann er diese Umsatzsteuer nicht ausweisen. Der Kunde hat also den Bruttobetrag komplett als Kosten zu tragen.

Die meisten Kreativen sind jedoch Dienstleister mit geringen Startinvestitionen und Wareneinsätzen. Hier kann sich die Kleinunternehmerregelung wirklich lohnen.

Gibt es Besonderheiten bei Auslandsgeschäften?
Was für Inlandsleistungen gilt, zählt auch für Auslandslieferungen. Da keine Umsatzsteuer angemeldet wird, erhält man als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.). Bei einem Einkauf aus dem EU-Ausland kann man also keine USt-IdNr. angeben. Der Lieferant muss die Umsatzsteuer des jeweiligen Exportlandes auf der Rechnung ausweisen. Der Betrag muss in voller Höhe gezahlt werden. Dagegen sind Verkäufe ins Ausland für den Kleinunternehmer denkbar einfach. Man stellt einfach die Rechnung mit einem Bruttobetrag aus. Die ID-Nummer des Kunden ist nicht nötig.

Was muss auf die Rechnung?
Wer eine Kleinunternehmer Rechnung ausstellen möchte, der muss einen entsprechenden Hinweis auf die Rechnung schreiben, etwa: "Im ausgewiesenen Betrag ist gemäß § 19 UStG keine Umsatzsteuer enthalten." Dieser Hinweis muss auf jeder Rechnung enthalten sein.

FastBill biete eine einfache Möglichkeit, Rechnungen als Kleinunternehmer auszustellen. Per Klick in den Einstellungen ist jeder ganz schnell Kleinunternehmer. Der Hinweis erscheint damit auf jeder Rechnung automatisch. Steuern werden nicht ausgewiesen.

Diese Informationen stammen von Fastbill, unseren Kooperationspartner in Sachen Rechnungen. Die Vorzüge könnt ihr auch bei uns kennenlernen - wer Interesse hat, kann FastBill drei Monate kostenlos und unverbindlich kennenlernen und die Komplettlösung danach für nur 5,95 Euro pro Monat nutzen. FastBill ist eine Komplettlösung für das papierlose Büro, vor allem für Freelancer und kleinere Unternehmen. "Unser Ziel ist es, mehr Zeit und Flexibilität für das Kerngeschäft zu ermöglichen", so Christian Häfner.


(Bildquelle: aboutpixel.de / Calculator © Uwe Dreßler)
Autor :
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Veröffentlicht:16.08.2011 (5509 mal gelesen)
Tags:Freelance, Tipp, FastBill
25.09.2012 | 23.51 Uhr
Ein sehr schöner Artikel zum Thema Besteuerung.
24.07.2013 | 00.14 Uhr
Ein sehr spannendes Thema was man jeder Jahr wieder auf's neue benötigt! Super Beitrag!

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