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Urheberrecht: Geschützte Bilder über RSS-Feeds einbinden

Wenn ihr fremde Bilder in die eigene Webseite einbindet, braucht ihr dafür die Erlaubnis des Schöpfers. Das gilt auch, wenn das nur per RSS-Feed passiert. Ansonsten verstoßt ihr gegen das Urheberrecht und könnt haftbar gemacht werden. Dagegen schützen auch der Haftungsausschluss in eurem Impressum oder eine Quellennennung per Mouseover-Effekt nicht. Zu diesem Urteil ist aktuell das Landgericht Berlin (Akz. 15 0 103/11) gekommen.

Fotograf fordert Unterlassung - und bekommt Recht
Der Fall: Mittels eines RSS-Feed hatte ein Betreiber einer Webseite Nachrichten inklusive eines Fotos in seine Seite eingebunden. Der Urheber dieses Bildes sah darin eine Verletzung seiner Urheberrechte und klagte vor dem LG Berlin auf Unterlassung. Das Gericht gab ihm Recht - mit der Begründung: Auch Bilder in RSS-Feeds sind urheberechtlich geschützt. Das bedeutet: Ohne die Nutzungserlaubnis des Fotografen hätte das Foto nicht übernommen werden dürfen.

Trotz Nennung der Quelle: Fremde Inhalte wurden öffentlich gemacht
Durch das Einbinden des RSS-Feed habe der Webseitenbetreiber den Inhalt des Beitrags inklusive dem Bild seinem Angebot hinzugefügt - und damit zu eigen gemacht. Doch das ist nicht rechtens, denn jedes Bild (analog oder digital geschossen) ist eine schöpferische Leistung und genießt urheberrechtlichen Schutz. Eine unlizenzierte Nutzung kann rechtliche Konsequenzen haben.
Dabei nütze es auch nichts, dass der Webseitenbetreiber die Quelle des Feeds mittels des Mouseover-Feeds kenntlich gemacht hat, so das Gericht weiter: "Auch wenn der Nutzer der Internetseite durch die Nennung ‚... News‘ erkennt, dass die Beiträge von ... stammen, werden sie doch von dem Antragsgegner öffentlich zugänglich gemacht."

Haftungsausschluss schützt nicht davor, zur Verantwortung gezogen zu werden
Wichtig in diesem Zusammenhang: Auch wenn ihr in eurem Impressum einen Haftungsausschluss integriert habt, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr nicht haftet.

Dazu das LG Berlin: "Auch mit einem Hinweis im Impressum auf einen Haftungsausschluss vermag sich der Antragsgegner von den übernommenen Beiträgen nicht ernsthaft zu distanzieren." Sinnvollen Schutz vor Bildrechtsverletzungen kann nur eine branchenspezifische Berufshaftpflichtversicherung (Media-Haftpflicht) bieten.

Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/kGTVAK
Veröffentlicht:20.06.2011 (2919 mal gelesen)
Tags:exali, Versicherung, Recht
23.06.2011 | 10.42 Uhr
So’n Quatsch und schlechte Werbung im redaktionellen Teil spricht nicht gerade für grafiker.de.
Das einzige, das vor ›Bildrechtsverletzungen‹ schützt, ist sich an die Rechte der Kreativen zu halten.

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