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Google Street View - So verhasst wie beliebt

Im Hause Google flattern die Beschwerden reihenweise ein. Die Frist, um Widerspruch einzulegen, läuft noch bis Mitte Oktober. Im Dezember entscheidet die Politik, bis dahin muss ein Kodex her.

Obwohl das Widerspruchsformular erst seit einem Monat online ist, haben bereits Hunderttausende die Unkenntlichmachung ihrer Häuserfassade beantragt, so Spiegel Online. Google-Sprecher Stefan Keuchel bestätigt keine genauen Zahlen, sagt aber, dass aktuell alle Anträge erfasst werden. In Unternehmenskreisen geistert ebenfalls eine sechsstellige Beschwerdezahl umher.

Noch bis zum 15. Oktober können die Mieter und Hauseigentümer aus den 20 großen Städten die Unkenntlichmachung beantragen. Selbst danach kann noch Beschwerde eingereicht werden. Bisher, so bestätigt der verantwortliche Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, scheint das Unternehmen gewissenhaft und ordnungsgemäß die Anträge zu bearbeiten. Bisher. Denn gerade weil viele Häuser aus mehreren Bildern zusammengesetzt sind, wartet eine Menge Arbeit auf die Jungs von Google. Ob das machbar ist?



Bis diese Frage geklärt ist, schaut sich der Deutsche die Häuser aus den 23 aufrufbaren Ländern an. In einem Google-Papier heißt es nämlich, dass in keinem Land, in dem Street View noch nicht eingeführt wurde, der Dienst so häufig genutzt wird wie in Deutschland. Dieses Papier wurde im Vorfeld des "Geodaten-Gipfels" in Berlin präsentiert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lud am Montag zu einem Treffen zwischen Daten- und Verbraucherschützern, Anbietern von Geodaten-Diensten, Vertretern von Google Street View und dem Verbraucherschutz- und Justizministerium. Dort wurde beschlossen, dass vorerst nichts beschlossen wird.

Statt neuen gesetzlichen Regelungen soll sich die IT-Branche weitestgehend selbst regulieren und bis zum 7. Dezember einen eigenen Datenschutz-Kodex erarbeiten. Dann tagt die Bundesregierung zu einem eigenen IT-Gipfel, ein Entwurf sei dann auch bereit, auch wenn man wohl auf eine brancheninterne Einigung hofft. Die Unternehmen zeigten sich erleichtert, auch Google Europa-Chef Philipp Schindler verkündete, dass man konstruktiv an diesem Kodex mitarbeiten werde. Laut Spiegel Informationen wird der Branchenverband Bitkom die Koordination übernehmen.

Fest steht: Ende des Jahres wird Google Street View in Deutschland starten, viele Häuser werden dann in den Panorama-Fotos nicht mehr auftauchen. Wer sich dazu zählen möchte, kann hier den Antrag stellen.
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Veröffentlicht:22.09.2010 (2523 mal gelesen)
Tags:Google, Kritik, Online-Dienst

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