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Medienkrise - was Werbung im Internet so wichtig macht

Wir sind verwöhnt. Die meisten Internet-Angebote sind kostenlos zu beziehen. Wir beziehen Informationen kostenlos, lesen Artikel, können recherchieren und downloaden und müssen in den meisten Fällen nichts dafür bezahlen. Irgendjemand hat sich damit viel Arbeit gemacht, Zeit investiert, Geld aufgewendet um dies zu ermöglichen und für uns zugänglich zu machen.

Wie geht das?
Laut einer Umfrage würden Internetnutzer Werbung ehr akzeptieren, als für einen Dienst zu zahlen. Allerdings befindet sich die Medienwirtschaft in einer wirklichen Krise. Umsätze sinken, Verkaufszahlen schrumpfen genauso wie Werbeeinnahmen. Immer mehr Werbung strömt auf die Verbraucher ein, was zu Verlusten im Verkauf führt und das veranlasst, die Unternehmen wiederum noch mehr Werbeplätze zu noch schlechteren Konditionen zu verkaufen. Diese Spirale scheint undurchbrechbar.

Woran liegt es?
Einige Zahlen und Fakten: Der amerikanische Bericht "The State of the News Media", der den Zustand der amerikanischen Nachrichtenmedien beschreibt, hat dazu einige Fakten präsentiert. Wie auch bei uns finanzieren sich Medien überwiegend aus Werbeeinnahmen. Diese Einnahmen gingen in Deutschland um ganze 13 % in 2009 zurück. Dies führt zu einem steigenden Druck, sich durch Vertrieb und Verkauf zu refinanzieren, was die Kosten für den Verbraucher erhöht.

Ergebnis
Erhebliche Umsatzeinbußen von teilweise über 20%. Damit fehlt das Geld für Investitionen in die Entwicklung und das Qualitätsmanagement und auch beim Personal wurde stark gekürzt und umstrukturiert. Online Medien verdrängen zu dem auch noch zunehmend die alten Medien. Der Media-Mix verschiebt sich hin zu Onlinemedien, die aber viel kleinere Erlöse aus der Werbung generieren.

Für Verbraucher gibt es zahlreiche Wege Werbung aus Webseiten zu blockieren. Aber wohin führt dieser Weg? Werbeblocker führen zu roten Zahlen in den Medienunternehmen, was die kostenlosen Online-Angebote ins unwirtschaftliche zieht. Einziger Ausweg scheint, die Bepreisung von Inhalten, wie Herr Murdoch schon lang kommuniziert.

Aus User-Sicht fühlt man sich meist belästigt von Werbung, die sich stets und ständig in den Vordergrund drängt, blinkt und förmlich zu brüllen scheint. Es ist meist lästig, weil Werbung oft nicht nur am Rand, beiläufig wahrgenommen wird, sondern der User wird bedrängt. Werbung hat in diesen Fällen einen zu großen Stellenwert gegenüber dem Content. Deshalb ist es verständlich, wenn man diesem Rausch entgehen will und Blocker einsetzt. Eine weitere Möglichkeit schon auf Seiten der Entwickler wäre, annimierte Werbung durch den Nutzer stoppen zu lassen und bei Bedarf wieder anschalten zu lassen. Dies könnte, so Prognosen, sogar die Werbewirksamkeit erhöhen.

Eines steht fest, ohne irgendeine Finanzierung wird es die gewohnte Informationsdichte bald nicht mehr geben können. Fazit: Wer Popup-Blocker verwendet, schadet der Wirtschaft oder muss die Wirtschaft nur andere Wege gehen?


Bildquelle: © Heinz Hasselberg / aboutpixel.de
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/eIRcCp
Veröffentlicht:26.03.2010 (1947 mal gelesen)
Tags:Internet, Werbung, Trend
27.03.2010 | 11.44 Uhr
Innerhalb von einer Woche zwei sich widersprechende Meldfungen bezüglich Onlinewerbung ? Wem soll ich Glauben schenken?
Nichts für ungut, aber wären die Popups in Ihrerr Vielzahl nicht so extrem öde und nervig( manchesmal 2-3 Stück pro Seitenaufruf), für NormalNutzer schwer zu schließen (weil dieser dann statt das Teil zu schließen( auf x) plötzlich auf einer anderen Seite steht) oder es so schlecht gearbeitet, das die eventuelle schwache I-net verbindung bricht usw. bräuchte man das Gejammer nicht anzustimmen . Ich finde es ziehmlich albern, den Endnutzter zu verunglimpfen nur weil er sich diesem Terror verwehrt. Werbung in Netz besser machen sollte die Devise sein und es geht ja wohl auch. Man brauch doch nur mal hier schauen : http://www.grafiker.de/kreativ-news/1905...

LG Bettina
TM
01.04.2010 | 11.06 Uhr
Hallo? Jetzt bin ich der Grund dafür dass es irgendwelchen Klitschen so schlecht geht, die seit Jahren versuchen mit Popups aller Art zu nerven? Wer hat denn die krasswerbefinanzierten Seiten betrieben? Meistens Seitenbetreiber die ohnehin schlechten Content online gestellt haben. Ich besuche Seiten die Content bereitstellen den ich lese und sie haben schlicht Werbung auf der rechten Seite. Das Internet ist doch nicht dazu da um Geld zu verdienen. Wer Lust, Zeit und Geld hat soll es nutzen. Wenn ihm eins davon fehlt sollte er es lieber lassen. Blogbetreiber machen das ohne Geld zu bekommen, Foren auch, Wikipedia. Alles ist doch nutzergeneriert. Die Kosten halten sich in Grenzen. Wer einen Job in der Intenetbranche angenommen hat sollte schon bald merken, dass es ein Fehler war. Das Internet ist ein Schwarm und niemand weiß wo der sich als nächstes hinbewegt. Also lasst die Grenzen sein.

Amerikanische Statistiken. Das klingt wie Gehirnwäsche aus höchster Instanz. Nenn doch mal ein Paar Beispiele für Seiten denen es schlecht geht. Wie können ja sammeln. User generated fund raising.
01.04.2010 | 11.28 Uhr
Diesen haarsträubenden Quasi-Appell hab ich doch letzte Woche schon auf Spon gelesen, dort nur ohne die rhetorische Frage am Schluss. Ich schließe mich meinen Vorrednern an, die Schuld an der Medienkrise dem werbeblockenden Verbraucher in die Schuhe schieben zu wollen ist unter aller Kanone! Es sind die Werber, die umdenken müssen. Klickgeilheit und PIs zählen heute nicht mehr, jedenfalls nicht wenn man effektive Werbung machen will. Das englische Wort "engagement" ist heute wichtig. Werbung muss den Konsumenten einbeziehen, beschäftigen, interessieren. Damit ist nicht gemeint, dass sie durch Blinken und Brüllen auf den Sack geht sondern dass der Verbraucher durch die Werbung einen Mehrwert (Unterhaltung, Information) erhält. Dies steigert nicht nur die Akzeptanz sondern auch die Bereitschaft, die Werbung weiterzuverbreiten. Obendrein wird das Produkt mit einer positiven Assoziation belegt anstatt ewig als "die mit den nervenden Bannern" in den Köpfen der Verbraucher zu verweilen. Ja, es gilt immernoch: schlechte Werbung ist auch Werbung. Aber schlechte Werbung ist eben nur schlechte Werbung – und produziert am Ende aufgrund des negativen Markendialogs wahrscheinlich weniger Umsatz als garkeine Werbung. Verbraucher die sich gegen nervende Werbung wehren tun absolut das Richtige. Bravo und Applaus von mir für jeden, der sich gegen nervende Popups und schreiende Flash-Banner zur Wehr setzt. Werber müssen umdenken!

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