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Großes Eszett (ß) wird genormt
Seit knapp 130 Jahren wird darüber diskutiert, ob der urdeutsche Buchstabe ß (ausgeschrieben: Eszett) einen großen Bruder verdient hat. Das versale ß hat nun Einzug in die ISO-Norm gehalten. Ein kleiner Schritt, dem größere folgen könnten…
Das Eszett tauchte im Schriftdeutschen erstmals im 13. Jahrhundert auf. Typographisch handelt es sich - je nach Schriftart - um eine Verschmelzung des sogenannten "langen s" mit "s" (z.B. bei der Antiqua) bzw. "z" (z.B. Textura, Fraktur).
Seit Ende des 19. Jahrhunderts schwelt die Diskussion über die Aufnahme des versalen ß in die deutsche Schriftform. Von 1957 bis 1960 schaffte es das große ß immerhin auf den Umschlag des DDR-Duden. Seit diesem Montag, dem 23. Juni 2008, ist mit dem Inkrafttreten der ISO/IEC-Norm 10646 nun der formale Weg geebnet für eine Aufnahme des großen Eszett in die deutsche Rechtschreibung. Denn die ändert sich zunächst nicht. Bei Großschreibweise wird das Eszett weiterhin durch "SS" ersetzt. Bereits seit 4. April ist die Unicode-Version 5.1 gültig, nach der das versale ß den Zeichencode U+1E9E besitzt. Ob und wann das Versal-Eszett auf die Standard-Tastaturen der deutschsprachigen Länder kommt, ist offen.
Für Eszett-Geeks gibt es bereits die passenden T-Shirts im Online-Versand bei dreckskinder.com. Wer sich sein eigenes Versal-ß bauen will, kann die Anleitung von Andreas Stötzner zu Rate ziehen.
Das Eszett tauchte im Schriftdeutschen erstmals im 13. Jahrhundert auf. Typographisch handelt es sich - je nach Schriftart - um eine Verschmelzung des sogenannten "langen s" mit "s" (z.B. bei der Antiqua) bzw. "z" (z.B. Textura, Fraktur).
Seit Ende des 19. Jahrhunderts schwelt die Diskussion über die Aufnahme des versalen ß in die deutsche Schriftform. Von 1957 bis 1960 schaffte es das große ß immerhin auf den Umschlag des DDR-Duden. Seit diesem Montag, dem 23. Juni 2008, ist mit dem Inkrafttreten der ISO/IEC-Norm 10646 nun der formale Weg geebnet für eine Aufnahme des großen Eszett in die deutsche Rechtschreibung. Denn die ändert sich zunächst nicht. Bei Großschreibweise wird das Eszett weiterhin durch "SS" ersetzt. Bereits seit 4. April ist die Unicode-Version 5.1 gültig, nach der das versale ß den Zeichencode U+1E9E besitzt. Ob und wann das Versal-Eszett auf die Standard-Tastaturen der deutschsprachigen Länder kommt, ist offen.
Für Eszett-Geeks gibt es bereits die passenden T-Shirts im Online-Versand bei dreckskinder.com. Wer sich sein eigenes Versal-ß bauen will, kann die Anleitung von Andreas Stötzner zu Rate ziehen.
| Autor | : |
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| Veröffentlicht | : | 26.06.2008 (2196 mal gelesen) |
| Tags | : | Typografie, Typo, Design, Kurioses |

theo klingele
03.07.2008 | 09.54 Uhr
Wir arme Schweizer, die des deutschsprachigen Raumes, sind da schon etwas auf verlohrenem Posten. Kennen wir doch schon von Haus aus dieses Zeichen nicht, wie sollen wir nun mit dem grossen (exgüsi: großen) Esszet umgehen? Gelernt zu lesen, haben wirs, aber die Anwendungsregeln sind uns gänzlich abhanden gekommen und in der Schweiz wird dieses neue Zeichen wohl nie und nirgends zur Anwendung gelangen. Nähern wir uns der kyrillischer Schriftwelt?

C
03.07.2008 | 16.56 Uhr
Eszett-Schnitte werden erwachsen – lecker! ;-) http://zulautorg.zu.funpic.de/wordpress/...

13.06.2011 | 21.35 Uhr
Wer übrigens das große (versale) ß (? – falls hier 'SS' steht, liegts am Browser) direkt auf der Tastatur haben möchte, benutze folgenden kostenlosen Treiber:
http://doc.rhavin.de/keys.html
http://doc.rhavin.de/keys.html
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