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Deutschland rüstet sich gegen Cyberattacken

Das deutsche Internet wird alle zwei bis drei Sekunden angegriffen, das Regierungsnetz alle vier bis fünf Mal am Tag. Für die Politik Grund genug Deutschland gegen einen "Cyberwar" zu schützen. Auch wenn die Regierung von diesem Wort (noch) nichts hören will.

Denn auch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) schließt nicht aus, dass Deutschland mit einem Angriff aus dem Internet komplett lahmgelegt werden kann. So geschehen beispielsweise in Estland. Dort waren Banken, Ministerien und Sicherheitsbehörden tagelang arbeitsunfähig. Damit es zu einem solchen Horror-Szenario in Deutschland nicht kommt, stellte der Innenminister am Mittwoch die "Cyber-Sicherheitsstrategie" vor, von der er sich ein "verfügbares, freies und sicheres" Internet verspricht (Video zum Thema).

Am 1.April soll dann das "Nationale Cyber-Abwehrzentrum" (NCAZ) beim "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" (BSI) in Bonn seine Arbeit aufnehmen. Zehn IT-Beamte werden dann die Sicherheitslage im Internet beobachten und bei Cyber-Angriffen entsprechende Informationen sammeln, die den Sicherheitsbehörden dann zur Verfügung gestellt werden. Zum Team gehören sechs Spezialisten vom BSI, zwei vom Verfassungsschutz und zwei vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BKK). Darüber hinaus sollen Bundeskriminalamt, Bundespolizei, Zollkriminalamt, Bundesnachrichtendienst sowie die Bundeswehr unterstützden zur Hand gehen.

Zudem soll es einen "Nationalen Cyber-Sicherheitsrat" geben, der das Zusammenspiel zwischen Staat und Wirtschaft verbessern soll. Er stellt sich aus den verschiedenen Vertretern der entsprechenden Ministerien zusammen. Trotzdem wirkt das Aufgebot im Vergleich zu den 500.000 Mitarbeitern, die sich in den insgesamt 450 Bundesbehörden befinden, für viele Skeptiker vergleichsweise lächerlich. Befürworter sprechen hingegen von einem weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung, andere von einer überstürzten, übereilten Sicherheitspolitik.

Die Motive der Cyber-Angriffe jedenfalls werden immer politischer beziehungsweise wirtschaftlicher. Gleichzeitig wird es den Angreifern einfacher gemacht, viele müssten gar keine Viren mehr programmieren, sie könnten sie einfach im Internet erwerben. Welches Ausmaß eine solche Schadsoftware nehmen kann, hat das Beispiel des Banking-Trojaner "Zeus" gezeigt. Dieser hat in drei Monaten einen Schaden von mindestens sieben Millionen Euro angerichtet.

Viele der Cyber-Attacken stammen aus dem Ausland, was die Strafverfolgung erschwert und einer koordinierten internationalen Zusammenarbeit erfordert. Deshalb sprechen sich de Maizière und Europol-Direktor Rob Wainwright gleichermaßen für "internationale Verabredungen" aus. Eine internationale Sicherheitsstrategie wird wohl auf der Agenda des nächsten Forums der G-8-Staaten stehen. Bis dahin kann sich der Koalitionspartner FDP ja darüber beklagen, dass nun Polizei und Geheimdienst auf nationaler Ebene zusammen arbeiten.

(Bildquelle: aboutpixel.de internet © André Morre)
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Veröffentlicht:28.02.2011 (2139 mal gelesen)
Tags:Internet, Sicherheit, Hacking

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