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Klage: Googles Weltbibliothek wackelt

Ein US-Richter kassiert die Google-Books-Vereinbarung mit zig Verlagen und Autoren ein. Grund: Wettbewerbsverzerrung und fragwürdige "Opt-Out-Klausel"!

Die Digitalisierung und kostenlose Verbreitung von Millionen Büchern musste vom zuständigen New Yorker Bundesrichter Denny Chin einen herben Dämpfer in Kauf nehmen. Denn laut Googles 2008 geschlossener und 2009 ergänzter Vereinbarung würde sich das Unternehmen so "einen beträchtlichen Vorteil gegenüber Mitbewerbern" verschaffen und - so das Urteil weiter - das urheberrechtlich geschützte Material ohne Genehmigung kopieren.

Google Books digitalisiert und stellt seit Jahren Millionen Bücher kostenlos ins Web, das Ziel: eine Weltbibliothek mit über 150 Millionen Büchern! 2008 schloss das Unternehmen deshalb eine Vereinbarung mit Verlagen und Autoren ab. Drei Jahre zuvor hatten diese noch geklagt, weil Google mal wieder auf Alleingang machte. Der Einfachhalt halber wollte der 1998 gegründete Internetriese pauschal eine Summe von 125 Millionen Dollar (etwa 87 Millionen Euro) in einen Fonds einzahlen. Autoren- und Publikationsrechte sollten so auf einen Schlag abgegolten werden.

Nicht für US-Richter Chin! Dieser bemängelt, dass der Deal "beträchtliche Rechte zur Ausbeutung kompletter Bücher verschafft, und zwar ohne Genehmigung der Rechteinhaber". Denn Google würde automatisch alle Bücher, ob Autor auffindbar oder nicht, digitalisieren und einspeisen. Nur mit einer "Opt-Out-Klausel" könnte man sich gegen das Vorhaben wehren. Nicht nur aufgrund dessen kritisierten bereits zuvor US-Justizministerium und mehrere europäische Regierungen die Vereinbarung.

Google-Anwältin Hilary Ware dazu: "Ungeachtet des Ergebnisses werden wir weiter daran arbeiten, mehr Bücher online über Google Books auffindbar zu machen." Klingt ein bisschen wie: "Wir werden alle Bücher der Welt einscannen!" Damit machte Google-Mitbegründer Larry Page bereits vor Jahren der WWW-Welt klar, wo er hin möchte. Na ja, alle werden es wohl jetzt nicht mehr werden, das dürfte zumindest die Konkurrenten Amazon und Apple freuen.
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Veröffentlicht:28.03.2011 (1302 mal gelesen)
Tags:Google, Online-Dienst, Klage

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