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Das größte Selbstportrait der Welt: GPS-Kunst aus Schweden

Ein schier monumentales Projekt führte der schwedische Designstudent Erik Nordenankar durch. Er vereinte moderne Technik und künstlerische Kreativität, um ein Selbstportrait zu zeichnen, das sich über den gesamten Globus erstreckt. Dazu schickte er einen Koffer auf die Reise, in dem ein GPS-Sensor enthalten war. 55 Tage war der digitale Zeichenstift per DHL auf allen Kontinenten unterwegs, bevor er seinen Ausgangsort Stockholm wieder erreichte.

Zeugnis von der wundersamen Reise legt unter anderem ein Video ab, das die Reise nachverfolgt (siehe unten). "Der Koffer wurde mein Stift, die Welt mein Papier”, heißt es in dem vierminütigen Clip. Los ging es am 18. März 2008 in Stockholm. Am 26. Juni, nach Zwischenstopps auf allen Kontinenten, erreichte der Koffer Frankfurt. Nach insgesamt 55 Tagen permanenten Reisens war das GPS-Selbstportrait dann fertig. Bei der Aktion handelt es sich um die Abschlussarbeit Nordenankars bei der schwedischen Designhochschule Beckmanns.

Auf der Website seiner Hochschule geht Nordenankar nur in knappen Worten auf das Projekt ein; am eindrucksvollsten erzählt die fertige Zeichnung die Geschichte. Der Künstler deutet auf die Verschränkung von Kunst und Werbung (wohl auch zur Finanzierung des Unterfangens) hin. "Ich machte mir die technologischen Hilfen unserer Zeit zu Nutze, um die größte Zeichnung der Welt zu erstellen, in Verbindung mit auf die heutige Zeit zugeschnittener Werbung. Eine Kampagne, die der Verbraucher sehen will und die gleichzeitig interessant genug ist, dass die Leute sie ihren Freunden zeigen wollen." Auf eine rasche Verbreitung über das Internet hat der Künstler also gehofft - und wird wohl nicht enttäuscht werden…



Dass es sich bei der Aktion um einen PR-Gag handelt, ist auszuschließen, obwohl dies beim ersten Blick auf die gigantische und dennoch filigrane Zeichnung nahe liegt. DHL ist in dem Video mehrfach präsent. Sollte sich herausstellen, dass die Reise so nicht stattgefunden hat, wäre dies mehr als kontraproduktiv für das Firmenimage. Die Route ist nicht nur anhand der GPS-Zeichnung protokolliert. Die Transportanweisungen, die Nordenankar DHL mit auf den Weg gab, sind als PDF-Download verfügbar.

UPDATE: Von einem freundlichen User wurden wir darauf hingewiesen, dass der Künstler mittlerweile auf seiner Homepage erklärt, dass das gesamte Projekt fiktional ist. Ein GPS-Koffer war nie auf der Reise; dafür reichte das Budget des Künstlers nach eigenen Angaben nicht aus. Darauf weist er nun auf seiner Website hin. DHL hatte ihm die Erlaubnis erteilt, einen Teil seines Films auf Firmengelände zu drehen. Immerhin: Es handelt sich um seine Abschlussarbeit.
Autor :
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Veröffentlicht:28.05.2008 (5547 mal gelesen)
Tags:Fun, Zeichnen, Inspiration, Design, Technologie
28.05.2008 | 18.43 Uhr
kontraproduktiv oder nicht, auf seiner seite stellt er einiges zu dem projekt klar. das wäre dann hier: http://biggestdrawingintheworld.com
29.05.2008 | 09.32 Uhr
Danke für den Hinweis. Wir haben einen entsprechenden Hinweis im Artikel vermerkt!
29.05.2008 | 20.22 Uhr
Ha! Und ich dachte mir beim Lesen des oberen Absatzes schon: Hm. nur 55 Tage und dann so viele Schnörkel im Bild – ob der da wohl etwas Weg dazuerfunden hat? Vielleicht hat er ja kreativ nachgeholfen, bei der Pfaderstellung von Punkt zu Punkt?

Und dann der 2. Absatz. Ich sehe mich bestätigt. Mit nur 55 Punkten bekommt man das teil da oben doch nicht hin …
03.06.2008 | 12.12 Uhr
aber eins muss man ihm lassen.
die idee ist unheimlich kreativ. eine gute idee eine weltreise zu finanzieren ;-)
anonym
28.06.2008 | 08.17 Uhr
Das ganze ist auch keine Abschlussarbeit, das ist ein DHL viral...
30.06.2008 | 17.28 Uhr
Bzgl. DHL-Viral: Ich glaube nicht, dass - wenn dem so wäre - die Design-Hochschule ihre Website dafür zur Verfügung gestellt hätte. Durchgeführt wurde die Aktion nicht - aber eine pure Werbekampagne auf Veranalassung von DHL ist sie auch nicht!
16.06.2009 | 12.13 Uhr
Nun, da hätte man wirklich von alleine drauf kommen können, daß man die Idee als toll, aber die Ausführung als fiktiv anzunehmen ist. Wie will der denn DHL beauftragen, auf hoher See diese Schnörkel zu manövrieren. Das müßte man schon selbst machen, im Segelboot oder so... Aber dann hätte der Bezug zur fiktiven Werbefinanzierung ja auch nicht so gut geklappt, sondern wäre nur so'n blödes Sponsering wie für diese Abenteurerfreaks gewesen.
Jens
16.06.2009 | 16.19 Uhr
Ganz einfach Uwe, es gibt ja auch kleine Inseln ;-)
Die sieht man natürlich auf der Karte nicht.

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