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E-Book-Reader: Der Markt der Zukunft?

Es tut sich was auf dem noch frischen Markt der E-Book-Reader, jenen portablen Geräten, die - kaum größer als ein kleines Taschenbuch - vielleicht in den nächsten zehn Jahren die Lesegewohnheiten vieler Menschen weltweit ändern könnten. Bis dahin ist es sicherlich noch ein weiter Weg - ich kenne beispielsweise niemanden, der solch einen Reader bereits besitzt und benutzt - aber dennoch: Das Rennen um den Markt in Deutschland wird in Kürze so richtig anlaufen.

Auf den Markt kommt bald neben dem in den USA bereits seit einiger Zeit verfügbaren Amazon Kindle, dem hauseigenen Spross des weltweit größten Buchladens, auch das jetBook der Firma Ectaco. Sony hat mit dem "Portable Reader PRS-505" bereits eine zweite Generation in den USA auf dem Markt - bald dürfte auch er nach Europa kommen. Da vielen die Sparte E-Book-Reader noch gänzlich unbekannt ist, soll an dieser Stelle anhand genannter drei Produkte auf die generellen Charakteristika, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Geräte hingewiesen werden.

Fangen wir mit den Basics an. Wie groß sind die Reader? Die Maße liegen grob gesagt bei etwa 15 bis 19 cm Länge, rund 12 cm Breite und 1-1,7 cm Dicke, also etwas kleiner als ein gebundenes Buch herkömmlicher Machart. Das jetBook wiegt mit 215 Gramm am wenigsten, der Amazon Kindle bringt es auf immerhin 300 Gramm. Dazwischen liegt der Sony eReader mit 260 g.

Der Reader von Ectaco ist am kleinsten, verfügt deswegen auch über ein nur 5 Zoll großes Display, während die beiden Konkurrenten auf 6 Zoll setzen. Ectaco wirbt damit, dass der Reader auch in Jackentaschen passe. Sony und Amazon setzen für die Darstellung auf das sogenannte E-Ink-Verfahren, bei dem der Bildschirminhalt ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt. Besonders bei starker Sonneneinstrahlung sollen die Texte deutlich besser lesbar sein als bei TFT, die Technik, die Ectaco noch anwendet.

Die Akku-Laufzeit ist sicher ein entscheidendes Kriterium, sind die Reader doch vorwiegend für den mobilen Einsatz gedacht, also etwa für Urlaubsreisen, bei denen man bequem aus hunderten Büchern und diversen Magazinen auswählen kann, ohne sich totzuschleppen. Hier liegt das Ectaco jetBook vorne mit 11.500 Seiten, bevor die Batterie schlapp macht; die Konkurrenz von Sony und Amazon schafft es in der Theorie auf immerhin 7.500. Praxis-Tests müssen dann zeigen, wie es damit in der Realität steht.


Von links nach rechts: Ectaco jetBook, Sony Reader, Amazon Kindle

Den größten internen Speicher hat mit 180 MB der Amazon Kindle; er kann auch mit bis zu 4 GB per SD-Karte erweitert werden. Rund 200 elektronische Bücher passen schon auf den integrierten Chip. Der Sony Reader hat Platz für circa 160 Titel, der Ectaco hat nur 112 MB Speicherplatz. Auch hier kann mit SD nachgerüstet werden, allerdings maximal um 2 GB.

Bücher und Magazine werden per WLAN oder Handy-Netz übertragen (auf eine UMTS-Unterstützung in Europa darf gehofft werden), beim Amazon Kindle erfolgt der Download aus dem Amazon-Sortiment (rund 110.000 Titel), Ectaco verspricht sogar 500.000 Bücher und Hörbücher. Zwischen 1 und 30 Dollar kosten die Downloads.

Das Ectaco jetBook wird für 299 Euro auf den Markt kommen. Für etwa den gleichen Preis ist der Sony Reader PRS-505 als US-Import z.B. bei eBay erhältlich. Der Amazon Kindle kostet in den USA derzeit 359 Dollar - weit vom jetBook entfernt wird er in Europa nicht sein.

Für den mobilen Einsatz dürften sich die E-Book-Reader in den kommenden Jahren auch in Deutschland eine Nische schaffen. Es bleibt abzuwarten, welche Firma hier das beste Rezept auf den Markt werfen wird bzw. auf welche Komponenten die Konsumenten besonders Wert legen: Design, Kompaktheit, Lesekomfort, Speicherplatz, Bücherangebot… Die Liste ist lang. Lassen wir uns überraschen!

Bilder © www.ectaco.com
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/k58eS8
Veröffentlicht:19.08.2008 (5334 mal gelesen)
Tags:Hardware, Multimedia, Amazon
Hersteller
:
Sonstige
Sprache
:
Deutsch, Englisch
Preis
:
300,- €
Hat noch keine Bewertung erhalten
21.08.2008 | 19.46 Uhr
digitale entwicklungen hin oder her...

es geht nichts über ein ECHTES buch in händen , find ich
22.08.2008 | 08.31 Uhr
so sieht es aus!
meine freundin schlägt bei diesem thema auch immer die händer überm kopf zusammen ;-)
22.08.2008 | 08.33 Uhr
Ich persönlich denke, dass diese Geräte als eine gewisse Ergänzung zu Print-Medien (z.B. für Reisende) durchaus eine Nische finden könnten. Bleibt abzuwarten, wie die Resonanz ist. Geht natürlich nichts über das haptische Erlebnis eines richtigen Buches, da geb ich euch recht... :-)
22.08.2008 | 10.40 Uhr
als alternative für die tägliche zeitschrift wäre es wohl wirklich sinnvoll.
morgens schnell raufgeladen und in der bahn gemütlich lesen.
das spart papier und schon die umwelt. bei der zeitung kann man wohl getrost auf das feeling verzichten...

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