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openSUSE 11.2 - Das umfassende Handbuch

Novells openSUSE gilt in Deutschland als eine der beliebtesten Linux-Distributionen auf dem Markt. Wie bei keiner anderen kommen hier Bedienkomfort, umfangreiche Softwareausstattung und Flexibilität für Profis und Einsteiger zusammen.

Wer aus der Windows-Welt einen ersten Abstecher in den "Keller" der Betriebssysteme wagen möchte, dem wird openSUSE regelmäßig ans Herz gelegt. Sascha Kersken geht auf eben diese Zielgruppe ein, ohne aber erfahrene Amateure außen vor zu lassen. Profis ziehen aus diesem Exemplar eher weniger einen Nutzen. Diese sind mit einem distributionsunabhängigen Linux-Werk besser bedient.

Kersken beleuchtet hier nicht nur die Eigenheiten von openSUSE. Etwas überflüssig lesen sich leider einige Passagen, die weniger mit Linux als mit allgemeinem Informatikerwissen bestückt sind. Etwa die Abhandlung über die verschiedenen Druckerarten die es heutzutage gibt, oder die Funktionsweise von Monitoren. Das ist zwar für Laien interessant, diese Informationen wegzulassen hätte allerdings zu einem wesentlich knackigerem Lesefluss gesorgt. So muss man öfter bei einem augenscheinlich interessantem Absatz mehrere davon überspringen um die gesuchten Infos zu erhalten. Besser wäre es gewesen auf verbreitete Problemstellungen Bezug zu nehmen - wie etwa eine ausführliche Behandlung der Einrichtung von Grafikkarten. Gerade ATI/AMD-Karten stellen Anwender immer wieder vor Probleme. Auf diesem Gebiet scheint sich der Autor leider weniger gut auszukennen, wenn er schon die Vorzüge des "neueren" AGP-Anschlusses gegenüber des nicht mehr verwendeten PCI-Bus hervorhebt.

Auch stellt sich die Frage, was ein Kapitel mit 50 Seiten über OpenOffice.org in einem Linux-Buch zu suchen hat, wo es sich doch um ein plattformübergreifende Büro-Suite handelt und nicht auf Linux beschränkt werden kann. Informativ dagegen ist das Kapitel über Texteditoren wie vim, die in Linux innerhalb der Kommandozeile verwendet werden. Man mag es kaum glauben, aber solch einen nichtgrafischen Editor möchte man als Serveradmin nicht missen. Kersken tut gut daran sie zu erklären. Auch das Kapitel über die Einrichtung eines Webservers ist gut gelungen, lässt sich aber auch mit Ausnahme der YaST-Installation auf andere Distributionen übertragen. Wer eine solide Grundlage zum Einstieg in die Webentwicklung benötigt ist mit diesem Kapitel gut beraten.

Insgesamt wäre das Buch interessanter, wenn es sich tatsächlich nur auf openSUSE konzentrieren würde. Den Kernel außen vor zu lassen wäre natürlich nicht sinnvoll, aber ein halb so umfangreiches Handbuch über openSUSE ist für viele ausreichend. Tiefer gehende Linux-Kenntnisse verschafft man sich besser mit einem Buch wie Linux, dessen Untertitel "das umfassende Handbuch" der gleiche ist wie von diesem Buch, allerdings treffender.

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Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/R86hpu
Veröffentlicht:09.04.2010 (2168 mal gelesen)
Tags:Betriebssystem, Linux, Web-Entwicklung
Verlag
:
Galileo Press
Sprache
:
Deutsch
ISBN-10
:
978-3836214971
Ausführung
:
Gebundene Ausgabe: 1007 Seiten
Erschienen
:
01/2010
Preis
:
49,90 €
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