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Aus Schaden klug: Typische Berufsrisiken in Medienberufen

Die TOP 3 der Schadenhitliste in der Medienbranche und den neuen Berufen sind Fehler in der Druckvorstufe, Rechtsverletzungen von Dritten und Programmierfehler. Bei der Absicherung solcher berufstypischen Risiken über eine Berufshaftpflichtversicherung besteht bei Medienschaffenden im Vergleich zur IT-Branche aber noch großer Nachholbedarf. Das stelle ich in meiner täglichen Praxis als Versicherungsmakler immer wieder fest.

Meine Mitarbeiter und ich haben in diesem Jahr zahlreiche Schadenfälle von Freiberuflern, Selbstständigen und Agenturen aus dem Mediabereich abgewickelt. Die Betroffenen hatten Glück, weil sich vor den finanziellen Folgen rechtzeitig mit einer berufsspezifischen media-Haftpflichtversicherung abgesichert hatten.

Exemplarisch möchte ich hier vier dieser Schadenfälle aus der Praxis vorstellen. Sie zeigen, dass bereits kleine Unachtsamkeiten im Job teuer werden können:

Fehler in der Druckvorstufe: Unbrauchbare Flyer
Eine Agentur wurde mit der Gestaltung eines 6-seitigen Flyers mit Wickelfalz beauftragt. Nach der Reinzeichnung des Flyers wurde eine Ebene im Illustrator versehentlich nicht wieder eingeblendet. Dadurch wurden die Schnittmarken nicht gespiegelt, was zu einer Verschiebung des Falzes auf der Vorder- und Innenseite führte. Erst nach dem Druck wurde festgestellt, dass durch diesen Fehler bestimmte Textpassagen im Flyer nicht lesbar waren.
Die Folge: 25.000 unbrauchbare Flyer. Die Schadensumme für vergebliche Druckkosten belief sich auf rund 2.000 Euro.

Verletztes Lizenzrecht: Copyright von Bildern
Bei der Erstellung einer Homepage fügte der beauftragte Dienstleister in der Navigationsebene vermeintlich lizenzfreie Bilder ein, die er im Internet heruntergeladen hatte. Vorab hatte er diese auf bestehende Copyright-Rechte überprüft. Offenbar aber nicht sorgfältig genug.
Denn nach Liveschaltung der Website erhielt sein Auftraggeber, der Inhaber der Website, von einem Bilderportal eine Rechnung über nachzuzahlende Lizenzen für die Verwendung dieser Bilder. Der Kunde forderte daraufhin von seinem Dienstleister Schadenersatz in Höhe von über 4.000 Euro.

Programmierfehler: Falsche Lastschriftkennziffer
Ein auf die Entwicklung von Datenbank- und Webanwendungen spezialisierter IT-Experte programmierte für den Web-Shop seines Kunden einen automatisierten Lastschrifteinzug. Da das Projekt unter großem Zeitdruck abgewickelt wurde, schlich sich ein Fehler bei einer Lastschriftkennziffer ein. Dieser blieb zunächst unentdeckt, verursachte in der Folge aber tausendfache Lastschriftrückgaben.
Dem Web-Shop-Betreiber entstanden Kosten in Höhe von etwa 10.000 Euro für die Lastschriftrückgaben sowie zusätzliche Personalkosten für die Nachbearbeitung. Diese fordert er als Schadenersatz von dem IT-Experten zurück.

Was viele Selbstständige nicht wissen: Neben diesen Vermögensschäden durch die einer dritten Person(Kunde/Auftraggeber) ein finanzieller Verlust entsteht, bergen auch so genannte Eigenschäden ein hohes unternehmerisches Risiko.

Dazu zählen Schäden, die der Freiberufler selbst erleidet wie zum Beispiel Honorarausfälle durch den Rücktritt des Auftraggebers vom Projekt. Oder auch vergebliche Aufwendungen aus Druck-, Streuungs- oder Herstellungsaufträgen, die eine Medienagentur durch die Auftragserteilung im eigenem Namen an Dritte (z.B. Offsetdruckerei) selbst erleidet.



Auch hierzu ein aktueller Schadenfall:

Eigenschaden: Vergeblicher Druckauftrag von Rubbelkarten
Eine Medienagentur wurde von einer Ladenkette beauftragt, 1,8 Millionen Rubbelkarten als Teil einer Verkaufsförderungsmaßnahme zu produzieren. Die Agentur zeichnete sowohl für das Layout als auch den Druck verantwortlich. Während des Drucks gab es plötzlich Probleme mit der Folie über dem frei zu rubbelnden Feld. Auf einigen Exemplaren war diese völlig abgelöst. Der Druck wurde daraufhin sofort gestoppt.

Die Analyse ergab, dass ein Agenturmitarbeiter dem Drucker falsche Anweisungen zur Positionierung der Rubbelfolie gegeben hatte. Leider waren zu diesem Zeitpunkt schon 180.000 Rubbelkarten gedruckt. Die Kosten für den Neudruck der Rubbelkarten beliefen sich auf 89.000 Euro.

Generell werden Eigenschäden nicht von der Haftpflichtversicherung übernommen. Sie müssen gesondert über eine Eigenschadenversicherung abgesichert werden. In unserer media-Haftpflicht XL ist das Eigenschadenrisiko bereits berücksichtigt und mitversichert.

Die berufsspezifische Haftpflichtversicherung für die Medienbranche gibt es zusätzlich in den Varianten "light" u.a. für Existenzgründer und in der Version "Extra" für Verlage, Redaktionen, Radio- und TV-Sender mit und ohne Publikationsrisiken. Sie bietet unter anderem Versicherungssummen bis in den zweistelligen Millionenbereich und eine weltweite "Allrisk"-Deckung.

Hier gibt es mehr Informationen!


(Bildquelle: aboutpixel.de / Sicher ist Sicher © Ronald Leine)
Autor :
Diesen Artikel Twittern: www.grafiker.de/mkaTzu
Veröffentlicht:15.10.2010 (3246 mal gelesen)
Tags:Multimedia, exali, Versicherung
Hersteller
:
Sonstige
Systeme
:
Windows 9x/2k/XP, Windows Vista, Linux, Mac
Sprache
:
Deutsch
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